Bushido steht weiter in der Kritik: Nachdem der "Stern" über mutmaßlicher Verbindungen zur organisierten Kriminalität des deutschen Skandal-Rappers berichtete, fordert nun die FDP, Bushido den Bambi-Integrationspreis des Burda-Verlages abzuerkennen.

Rap-Star Bushido will in die Politik. "Ich will Regierender Bürgermeister von Berlin werden", erklärt der Musiker.

Der integrationspolitische Sprechers der FDP-Bundestagsfraktion, Serkan Tören, soll die Forderung in einem Brief an Verleger Hubert Burda geschickt haben, berichtet die "Bild"-Zeitung. "Ich bitte Sie eindringlich, ihm den Integrationspreis abzuerkennen", heißt es in dem Schreiben. "Wer einen engen Kontakt zu Größen der Berliner Unterwelt pflegt, ist kein Beispiel für Integration, sondern das genaue Gegenteil davon."

Der Rapper soll nach Angaben des Magazins "Stern" einem Freund, der als Chef eines Berliner Unterwelt-Clans gilt, eine Generalvollmacht gegeben haben und damit vollen Zugriff auf seinen Besitz gewähren. Das Berliner Landeskriminalamt sieht Anis Ferchichi, das ist Bushidos bürgerlicher Name, inzwischen sogar als Teil dieser mafiösen Organisation.

Bambi-Auszeichnung sorgte bereits 2011 für Eklat

Bushido erhielt vom Burda-Verlag im November 2011 einen Bambi für gelungene Integration. Die Auszeichnung des Skandal-Rappers wurde kontrovers diskutiert. Volkssänger Heino gab seinen Preis daraufhin zurück: "Ich bin zutiefst empört, dass man einem gewalttätigen Kriminellen wie Bushido den "Bambi" verleiht. Mit diesem Mann möchte ich nicht auf eine Stufe gestellt werden", erklärte er damals gegenüber der "Bild"-Zeitung.