Am 22. Juni ist die Country-Legende Gunter Gabriel im Alter von 75 Jahren an den Folgen eines Treppensturzes gestorben. Nur wenige Wochen zuvor hatte er in einem Interview über das Sterben gesprochen.

Der Sänger feierte in den siebziger Jahren mit seinem Song „Hey Boss, ich brauch' mehr Geld“ große Erfolge, schrieb später auch Stücke für andere Künstler, beispielsweise Juliane Werdings Hit "Wenn du denkst, du denkst".

Aber Gabriel hatte im Laufe seiner Karriere auch mit gesundheitlichen und finanziellen Problemen zu kämpfen, über die er offen sprach – unter anderem 2009 in der NDR-Talkshow.

"Erhobenen Hauptes"

Jetzt hat die Zeitschrift "Closer" in einer Vorabmeldung Auszüge aus einem Interview veröffentlicht, das erst vor wenigen Wochen geführt wurde. Darin sagte Gabriel: "Ich bezeichne es als Glück, wie ich gelebt habe. Wie ich immer wieder dem Tod entkommen bin." Und weiter: "Frei zu sein, das ist mein großes Glück." Im selben Gespräch erklärte er auch: "Ich bin angstfrei. Ich werde erhobenen Hauptes gehen und über dieses Leben lachen."

"Kein Marmorstein, keine Urne"

Der Sänger scheint sich bewusst mit seinem Ableben auseinandergesetzt zu haben. Gemeinsam mit seinem Freund, einem Bestatter, habe sich der Musiker um die Details seiner Beerdigung gekümmert. "Kein Marmorstein, keine Urne, ganz geräuschlos", so der Wunsch von Gunter Gabriel. "Das Einzige, was ich hinterlasse, sind meine Lieder."

Musikalisch war Johnny Cash sein großes Vorbild, das er 2003 auch persönlich traf. 2011 nahm er das Album „Gabriel singt Cash“ auf. (nic)  © top.de