Von Hellboy bis zum zwielichtigen Kobold: Die vielen Gesichter von Ron Perlman

Mit seiner unverwechselbaren Stimme und seinem einzigartigen Gesicht zählt Ron Perlman zu den außergewöhnlichsten Schauspielern Hollywoods. Über die Jahre hat der gebürtige New Yorker in den verschiedensten Rollen geglänzt. Zu seinem 70. Geburtstag lassen wir seine wichtigsten Filme noch einmal Revue passieren. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Als Sohn eines Handwerkers und einer Gemeindeangestellten wuchs Ron Perlman im Big Apple auf. Zu seinem Vater pflegte er stets ein enges Verhältnis. Er war es auch, der Perlman zu einer Karriere als Schauspieler riet, nachdem er sein Talent bei einer Collegeaufführung entdeckt hatte.
Gesagt, getan: Perlman begab sich kurzerhand nach Minnesota, um dort Theaterwissenschaften zu studieren. Sein Studium schloss er mit dem Master of Fine Arts ab, ehe er anfing, in New York am Theater zu arbeiten.
1981 erhielt Perlman schließlich seine erste Filmrolle. Im preisgekrönten Vorzeit-Roadmovie "Am Anfang war das Feuer" von Jean-Jacques Annaud mimte er einen Steinzeitmenschen – und feierte damit sein Leinwand-Debüt.
Fünf Jahre später taten sich Perlman und Annaud erneut zusammen. In der Verfilmung des gleichnamigen Romans "Der Name der Rose" von Umberto Eco stand Perlman als buckeliger Mönch Salvatore vor der Kamera. Es folgten gute Kritiken.
Einem breiteren Publikum wurde Perlman dank seiner Rolle des Vincent, einem mythischen, adligen Löwen-Mann, in der Fernsehserie "Die Schöne und das Biest" bekannt. Ab 1987 hatte der Schauspieler die Rolle für drei Jahre inne, gewann später sogar einen Golden Globe und wurde zweimal für einen Emmy nominiert.
In den 90er Jahren kam es zu einer Zusammenarbeit mit dem französischen Regisseur Jean-Pierre Jeunets. Perlman erhielt sowohl in seinem Film "Die Stadt der verlorenen Kinder" (Foto)…
… als auch in "Alien – Die Wiedergeburt" eine Rolle. In letzterem mimte er den Charakter Johner (l.) und stand mit Hollywood-Größen wie Sigourney Weaver (M.) und Winona Ryder (r.) vor der Kamera.
Nur wenig später lernte Perlman den Erfolgsregisseur Guillermo del Toro kennen. Die beiden verbindet bis heute eine innige Freundschaft. Auch del Toro erkannte in dem Schauspieler ein großes Talent. Somit wurde Perlman die Ehre zuteil, größere Rollen in "Cronos" (Foto) und "Blade II" zu übernehmen.
2004 sah man Perlman schließlich in seiner Paraderolle in "Hellboy – Die goldene Armee". Der starke, sympathische und feuerrote Superheld traf damals den Nerv der Zeit. Perlmans Filmgeliebte: Schauspielerin Selma Blair (r.).
Perlmans Vorliebe für außergewöhnliche Wesen macht sich auch heute noch bemerkbar. So wurde er 2016 Teil der "Harry Potter"-Spin-off-Reihe "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind". Im Fantasyfilm spielt er einen zwielichtigen Kobold im New York der 20er Jahre.
Neben zahlreichen Filmrollen stand Perlman über die Jahre aber auch immer wieder hinter dem Mikro und verlieh seine unverwechselbare Stimme an Charaktere in Computerspielen sowie einigen Zeichentrickfilmen und -serien.
Privat fand Perlman in den 80er Jahren sein Glück. So heiratete er 1981 die Modedesignerin Opal Stone. Die beiden bekamen zwei gemeinsame Kinder und lebten gemeinsam in Los Angeles und New York. Im November 2019 reichte Perlman allerdings die Scheidungspapiere ein – nach 38 gemeinsamen Ehejahren.