Mehr als nur Hermine Granger: Die Karriere von Emma Watson

Durch die Rolle der Hermine Granger in der "Harry Potter"-Filmreihe wurde Emma Watson über Nacht berühmt. Doch mit der Zeit hat die Schauspielerin bewiesen, dass in ihr weitaus mehr steckt als nur die strebsame Zauberin. Zu ihrem 30. Geburtstag am 15. April blicken wir auf die Karriere der Britin zurück. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Schon zu Schulzeiten steht Emma Watson gern auf der Bühne, gewinnt etwa einen Preis bei einem Gedichtvortragswettbewerb. Im Alter von zehn Jahren setzt sich die Britin schließlich beim Casting zu "Harry Potter und der Stein der Weisen" gegen 4.000 Bewerberinnen durch – und steht fortan als Hermine Granger vor der Kamera.
Watson passt perfekt für die Rolle der strebsamen Zauberin. Auch sie glänzt in der Schule mit hervorragenden Noten. Der große Erfolg des ersten Teils der "Harry Potter"-Reihe macht Watson, Daniel Radcliffe (l.) und Rupert Grint über Nacht zu Weltstars.
Zwischen 2001 und 2011 schlüpft Watson acht Mal in die Rolle der besten Freundin von Ron und Harry. Die Verfilmungen der Romane von J. K. Rowling zählen zu den kommerziell erfolgreichsten Filmen aller Zeiten.
Der Filmbranche bleibt Watson aber treu. So übernimmt sie 2012 in dem britischen Filmdrama "My Week with Marilyn" neben Michelle Williams und Judi Dench die Rolle der Lucy.
Im darauffolgenden Jahr ergattert sie eine Hauptrolle im US-Drama "Vielleicht lieber morgen". In der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Stephen Chbosky mimt sie neben Ezra Miller (M.) und Logan Lerman (l.) die junge Sam. 2013 wird das Drama mit dem People's Choice Award ausgezeichnet.
Ebenfalls an der Seite von Logan Lerman steht Watson 2014 im Bibelfilm "Noah" vor der Kamera. Sie übernimmt die Rolle der Ila, die, nachdem ihre Eltern grausam ermordet werden, von der Familie Noahs (Russell Crowe) adoptiert wird.
2015 geht es für die Schauspielerin für die Dreharbeiten von "Colonia Dignidad – Es gibt kein Zurück" nach Deutschland. Der Thriller von Regisseur Florian Gallenberger mit Watson und Daniel Brühl (Foto) in den Hauptrollen erhält weltweit positive Kritiken.
Zurück nach Hollywood geht es für Watson 2017 im Science-Fiction-Thriller "The Circle" neben Tom Hanks (l.). Sie spielt darin die College-Absolventin Mae Holland, die eine Tätigkeit bei einem Technologieunternehmen beginnt, das Informationen über die Bevölkerung sammelt.
Einen ihrer größten Erfolge neben "Harry Potter" feiert Watson mit der 2017 neu verfilmten Version von Disneys "Die Schöne und das Biest". Sie mimt darin die schöne Belle, die sich ihrem Vater zuliebe in die Hände eines Ungeheuers begibt, in das sie sich am Ende verliebt. Das Remake wird 2018 für zwei Oscars nominiert, Watson bekommt zudem den MTV Movie & TV Award als beste Filmschauspielerin.
2019 spielt Watson eine der Hauptrollen in Greta Gerwigs Historiendrama "Little Women". Der Film handelt von vier Schwestern, die Mitte des 19. Jahrhunderts in der von starren Geschlechterrollen geprägten Gesellschaft der USA groß werden. Bei den Oscars 2020 erhält "Little Women" sechs Nominierungen und gewinnt die Auszeichnung für das beste Kostümdesign.
Nicht nur am Set, sondern auch privat beschäftigt sich Watson mit der Welt des Feminismus. Seit Juni 2014 engagiert sie sich als UN-Sonderbotschafterin für Frauen- und Mädchenrechte.
2016 ruft sie etwa den feministischen Lesezirkel "Our Shared Shelf" ins Leben. Im Januar 2017 nimmt Watson außerdem am Women's March on Washington teil, einem der zahlreichen Proteste gegen US-Präsident Donald Trump.