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Jack Nicholson – 80 Jahre voller Charakter

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Das wahrscheinlich wahnsinnigste Lachen Hollywoods wird 80. © top.de

John Joseph – kurz „Jack“ – Nicholsons Hollywood-Karriere zündete über einen Umweg. Nachdem er beim Filmstudio Metro-Goldwyn-Mayer die Fanpost für die Cartoon-Stars Tom und Jerry betreute, trat er als Schauspieler an – u.a. 1963 in „Der Rabe – Duell der Zauberer“.
Als gut aussehender Typ an der Schnittstelle von Sunnyboy und Bad Guy hatte er Anfang der 70er-Jahre bereits an die 20 Filme abgedreht. Darunter waren B-Movies wie "The Little Shop of Horrors", aber auch der Kultfilm "Easy Rider".
Dass er sich ab und zu mal gehen ließ, tagelang nicht rasierte und mit Kinder-Strickpullis herumlief? Die Frauen verziehen diesem diabolischen Lächeln alles ...
Kaum eine Frau in den 70ern, die nicht gerne mit Faye Dunaway, Jacks Filmpartnerin in Roman Polanskis Chinatown, getauscht hätte. Der epische Krimi gehört zu den Meilensteinen in Nicholsons Karriere. Spätestens damit hatte die ganze Welt ihn auf der Karte.
1975 der nächste große Paukenschlag: In "Einer flog übers Kuckucksnest" mimte er Randle Patrick McMurphy, der um einer Haftstrafe zu entkommen eine psychische Erkrankung vortäuscht – und in einer geschlossenen Anstalt den Wahnsinn der vermeintlich Gesunden zu spüren bekommt.
In Stanley Kubricks „Shining“ stand Nicholson 1980 der wahrhaftige Wahnsinn im Gesicht geschrieben. Die Badezimmerszene, in der er als Schriftsteller Jack Torrance seiner Familie mit einer Axt nachstellt, zählt wohl zu den ikonischsten Szenen der Filmgeschichte.
Lustig kann er auch. 1997 spielte er an der Seite von Helen Hunt in "Besser geht's nicht" den von Zwangsneurosen gebeutelten Schriftsteller Melvin Udall – und das mit großem komödiantischem Talent.
Klar, dass der Charakterdarsteller mit Preisen für sein Schaffen überschüttet wurde. Neben den drei Oscars für "Einer flog übers Kuckucksnest", "Besser geht's nicht" und "Zeit der Zärtlichkeit" wurde er weitere zwölf Mal für den Academy Award nominiert.
Über sein Privatleben hält sich der gebürtige New Yorker bedeckt. In den 60er-Jahre schloss er seine einzige Ehe mit der Schauspielerin Sandra Knight. Mit ihr hat Nicholson eine Tochter, mit drei anderen Frauen vier weitere Kinder. Aus der Beziehung mit Rebecca Broussard (Foto) stammen die beiden Kids Lorraine und Ray.
Um die Jahrtausendwende lebte Nicholson mit der "Twin Peaks"-Schauspielerin Lara Flynn Boyle zusammen. Die Beziehung ging 2001 nach nur zwei Jahren in die Brüche.
Nach einer siebenjährigen Leinwandpause gab der Schauspieler 2017 bekannt, in der amerikanischen Fassung von Maren Ades Drama-Komödie "Toni Erdmann" den Part des Winfried Conradi zu übernehmen. Nicholson wird zu Beginn der Dreharbeiten 80 Jahre alt sein.
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