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Jan Böhmermann: Aus Spaß wird Ernst

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Vom dünnen, blassen Jungen zum neuen Harald Schmidt: Die Karriere von Jan Böhmermann. © top.de

Apropos Schulz: Ebenfalls im Jahr 2012 starteten Böhmermann und Musiker Olli Schulz auf radioeins die Sendung „Sanft & Sorgfältig“. In der passiert nicht viel – außer, dass sich zwei Männer unterhalten. Über dies und das und jenes. Irgendwie hat es dieser Buddytalk allerdings zu so großer Beliebtheit geschafft, dass die beiden immer noch jeden Sonntag quatschen - mittlerweile per Podcast auf Spotify und unter dem Namen „Fest & Flauschig“.
Den absoluten Vogel schoss Böhmermann 2016 ab, als er mit einem Schmähgedicht gegen den türkischen Präsidenten Erdogan eine Staatskrise auslöste und Deutschland die eigenen Grenzen in Sachen Meinungs- und Kunstfreiheit aufzeigte.
Diesmal war das Echo auf seine Aktion aber sogar ihm zu viel. Nach einer Anzeige von Erdogan höchstpersönlich, einem beispiellosen Medienaufsehen für die "Causa Böhmermann" und anonymen Drohungen gegen seine Familie zog er sich vier Wochen lang zurück, genauer: Böhmermann wollte sich "beim Twerk&Travel durch Nordkorea die Sache mit der Presse- und Kunstfreiheit noch einmal genau erklären" lassen, "bevor ich noch ein paar Tage mit meinem Segway auf dem Jakobsweg pilgere, um mich selbst zu finden".
Böhmi geht dahin, wo es weh tut – das gefällt nicht allen, stößt viele vor den Kopf und sorgt regelmäßig im ganzen Land für Diskussionsansätze. Das hat ihm nicht nur einige Klagen, sondern vor allem auch Auszeichnungen vom Grimme- bis zum Fernsehpreis eingebracht.
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