Jane Seymour wird 70: So wurde sie zu Bond-Girl Solitaire und "Dr. Quinn"

Jane Seymour kennen die meisten als Bond-Girl Solitaire in "Leben und sterben lassen" und Ärztin "Dr. Quinn". Am 15. Februar feiert die britisch-amerikanische Schauspielerin ihren 70. Geburtstag. Das sind die (bisherigen) Highlights ihres Lebens. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Jane Seymour wurde 1951 als Joyce Penelope Wilhelmina Frankenberg im englischen Uxbridge geboren. Ihre Mutter Mieke arbeitete als Krankenschwester beim Roten Kreuz, ihr Vater Benjamin war Gynäkologe.
Ihre gesamte Kindheit träumte Frankenberg davon, professionelle Ballerina zu werden. Im Alter von 13 Jahren hatte sie mit dem London Festival Ballet ihr Bühnendebüt und anschließend meldete sie sich an der Tring Park School for the Performing Arts an. Doch aufgrund einer Knieverletzung, die sie sich während eines Auftritts zuzog, endete die Ballettkarriere wenige Jahre später.
Mit 18 entschloss sie sich schließlich, Schauspielerin zu werden und änderte ihren Namen in Jane Seymour - nach der englischen Königin Jane Seymour, der dritten Ehefrau des Königs Heinrich VIII. 1969 hatte sie in Richard Attenboroughs Satire "Oh! What a Lovely War" ihre erste Filmrolle. In Attenboroughs Film "Young Winston" (1972) spielte sie Winston Churchills Freundin Pamela Plowden.
Attenboroughs Sohn Michael (r.) nahm Seymour 1971 zum Mann, doch nur zwei Jahre später folgte die Scheidung. 1977 heiratete sie ihren zweiten Ehemann Geoffrey Planer, ein Freund von Attenborough. Doch auch diese Ehe hielt nicht lange: Schon im Jahr darauf folgte die Scheidung.
Als Bond-Girl wurde Jane Seymour 1973 einem internationalen Publikum bekannt. In "Leben und sterben lassen" (Bild) spielte sie an Roger Moores Seite die wunderschöne Hellseherin Solitaire. Noch heute zählt sie laut "IGN" zu den zehn unvergesslichsten Damen an der Seite des Geheimagenten.
Nach ihrer Rolle als Bondgirl konnte Jane Seymour mehrere Hauptrollen ergattern: So spielte sie 1977 die Prinzessin Farah in "Sindbad und das Auge des Tigers" (li.), dem letzten Teil der "Sindbad"-Trilogie.
Ihre Rolle als Marjorie Chisholm Armagh in der Miniserie "Captains and the Kings" (1976, Bild) bescherte ihr 1977 ihre erste Emmy-Nominierung als beste Hauptdarstellerin.
Es folgten Rollen in Filmen wie "The Story of David" (1976), "Benny and Barney: Las Vegas Undercover" (1977), "The Four Feathers" (1978), "Dallas Cowboys Cheerleaders" (1979) und "Ein tödlicher Traum" (1980, im Bild).
1980 kehrte sie auch auf die Theaterbühne zurück: In Peter Shaffers Broadway-Stück "Amadeus" spielte sie neben Ian McKellen als Salieri und Tim Curry als Mozart die Rolle der Constanze. In zwei Jahren spielten sie 1.181 Mal und wurden dafür mit fünf Tony Awards belohnt.
1981 heiratete sie ein drittes Mal, den Unternehmer David Flynn. Die Ehe hielt neun Jahre, das Paar hat zwei Kinder. Nur ein Jahr nach der Scheidung heiratete sie den Schauspieler James Keach (Bild). Aus dieser Ehe stammen ebenfalls zwei Kinder: Die Zwillinge John und Kristopher.
Ihre Darstellung der Cathy Ames in der Dramaserie "Jenseits von Eden" (Bild) bescherte Jane Seymour 1982 ihren ersten Golden Globe als beste Schauspielerin.
Neben Ian McKellen, ihrem Co-Star aus "Amadeus", als Paul Chauvelin und Anthony Andrews (r.) als Sir Percy Blakeney spielte sie 1982 in "Das scharlachrote Siegel" (Bild) dessen Frau Marguerite St. Just.
Für ihre Darstellung der Wallis Simpson in "König ihres Herzens" (1988, Bild) wurde Seymour für den Golden Globe als beste Schauspielerin nominiert. Im selben Jahr erhielt sie für ihre Rolle als Maria Callas in "Onassis, der reichste Mann der Welt" den Primetime Emmy Award als beste Nebendarstellerin.
1988 ergatterte sie die weibliche Hauptrolle in der Serie "Feuersturm und Asche" (Bild) - sie spielte darin Natalie Henry, eine amerikanische Jüdin, die während des Zweiten Weltkriegs in Europa gefangen ist. Für die Rolle wurde sie 1989 ein weiteres Mal für den Golden Globe als beste Schauspielerin sowie einen Primetime Emmy Award nominiert.
In den 1990ern schlüpfte sie in eine der größten Rollen ihrer Karriere: In der Fernsehserie "Dr. Quinn - Ärztin aus Leidenschaft" (Bild) spielte sie von 1993 bis 1998 Dr. Michaela "Mike" Quinn. Bei den Dreharbeiten lernte sie nicht nur ihren vierten Ehemann, James Keach, kennen, die Serie bescherte ihr auch eine Reihe an Nominierungen und Auszeichnungen. Darunter ihren zweiten Golden Globe als beste Schauspielerin.
Für ihre Tätigkeiten für die britische Unterhaltungsindustrie machte die Queen die "Königin der Miniserien", wie sie von vielen bezeichnet wird, im Jahr 2000 zum "Officer of the Order of the British Empire". 2005 erwarb sie die US-amerikanische Staatsbürgerschaft.
Ab den frühen 2000er Jahren war Seymour eher in kleineren Filmrollen zu sehen, unter anderem spielte sie in "Die Pferde des Himmels" (2002) und neben Owen Wilson (r.) in "Die Hochzeits-Crasher" (2005, Bild) mit.
2006 hatte sie als Jura-Professorin eine Gastrolle in der Sitcom "How I Met Your Mother" sowie als wohlhabende Auftraggeberin in der Serie "Justice - Nicht schuldig" (Bild). Im darauffolgenden Jahr war sie als Gast neben Lori Loughlin und Jonathan Silverman in der Sitcom "In Case of Emergency" zu sehen.
Schon seit den 1980er Jahren schreibt Jane Seymour parallel zu ihrer Tätigkeit als Schauspielerin Selbsthilfe-Bücher. 1986 veröffentlichte sie "Jane Seymour's Guide to Romantic Living", 2002 "Two at a Time: Having Twins" und 2010 "Among Angels". Mit ihrem vierten Ehemann James Keach, von dem sie sich 2015 scheiden ließ, verfasste sie zudem mehrere Kinderbücher.
Jayne Seymour bleibt noch immer dem Fernsehen treu und ist nur selten auf der großen Kinoleinwand zu sehen. Zu ihren Arbeiten aus den vergangenen Jahren zählen "Love, Wedding, Mariage - Ein Plan zum Verlieben" (2011), "Für immer jung" (2013), "Königliche Weihnachten" (2014), "Jane the Virgin" (2015) und "The Kominsky Method" (2019, Bild).