Jason Orange wird 50: Was wurde aus den Boybands der 1990er- und 2000er-Jahre?

Viele haben Jason Orange als Mitglied von Take That einst angeschmachtet - kaum zu glauben, dass er am 10. Juli bereits seinen 50. Geburtstag feiert. Mit ihrem internationalen Erfolg ebnete die Band in den 1990er-Jahren den Weg für viele weitere Boygroups. Was machen die Stars der einst so beliebten Boybands eigentlich heute? © 1&1 Mail & Media/spot on news

Mit Hits wie "Back for Good" oder "How Deep is your Love" eroberten die fünf Jungs von Take That in den 1990ern die Herzen von Millionen Mädchen und Frauen. Die Trennung von Robbie Williams, Gary Barlow, Howard Donald, Jason Orange und Mark Owen 1996 stürzte viele Fans in Depression und brach zahllose Herzen.
Robbie Williams gelang nach der Trennung die große Solokarriere, auch Gary Barlow (li.) konnte mehrere Nummer-1-Hits feiern. Auch Owen (r.) und Donald (M.) arbeiteten an Musik, die kommerziell jedoch weniger erfolgreich war. Nach fast zehn Jahren Trennung gab die Band 2005 dann ihre Wiedervereinigung bekannt, jedoch ohne Robbie . Nach einer weiteren Trennung kehrte die Band als Trio zurück – ohne Robbie und Jason. Die Jungs sind jedoch weiterhin befreundet und treten hin und wieder gemeinsam auf.
Ende der 1990er-Jahre führte an den Jungs von *NSYNC kein Weg vorbei. Mit Hits wie "It's Gonna Be Me", "Tearing Up My Heart" und "Bye Bye Bye" sorgten Justin Timberlake, JC Chasez, Joey Fontane, Lance Bass und Chris Kirkpatrick bei ganzen Schwärmen von jungen Mädchen für Herzklopfen. Doch 2002 ging das alles zu Ende …
Justin Timberlake schaffte es als Einziger, sich nach der Auflösung *NSYNC eine erfolgreiche Solokarriere aufzubauen – nicht nur als Sänger, sondern auch als Schauspieler. Die übrigen Bandmitglieder probierten sich als Songwriter, Produzenten und Reality-Teilnehmer. 2013 feierten die fünf Jungs bei den MTV Video Music Awards eine Reunion auf der Bühne und 2018 erhielten sie sogar einen gemeinsamen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.
Die US-Boygroup Backstreet Boys gründete sich 1993 und stieg weltweit mit Hits wie "Everybody", "I Want it That Way" und "Quit Playin' Games" in die Charts ein. Mit über 100 Millionen verkauften Scheiben sind sie die erfolgreichste Boyband aller Zeiten.
Nach verschiedenen Solo-Projekten der Mitglieder und mehreren Auszeiten als Band sind AJ McLean, Kevin Richardson, Nick Carter, Howie Dorough und Brian Littrell auch 27 Jahre nach der Bandgründung noch erfolgreich. Seit 2019 touren sie mit ihrer "DNA"-Tour durch die Welt, die noch bis 2021 fortlaufen soll.
1993 gründete sich die Gruppe Boyzone aus Irland. Die fünf Jungs Keith Duffy, Stephen Gately, Mike Graham, Ronan Keating und Shane Lynch sind nach Take That die zweiterfolgreichste Boyband in Großbritannien, ihre bekanntesten Hits sind "Father and Son" und "Love Me for a Reason". 1999 gingen sie zunächst getrennte Wege …
Im selben Jahr veröffentlichte Ronan Keating seine erste Solo-Single, "When You Say Nothing at All". Sieben Jahre später kündigten die Jungs eine Reunion-Tour durch Irland und Großbritannien an. 2009 kam ihre "Better"-Tour zu einem abrupten Ende, als Stephen Gately plötzlich im Mallorca-Urlaub ums Leben kam. Nach drei weiteren Alben veröffentlichten die vier übriggebliebenen Bandmitglieder 2018 ihr Album "Thank You & Goodnight", im selben Jahr feierten sie 25-jähriges Jubiläum, danach trennten sie sich endgültig.
US 5 war eine der angesagtesten Boybands der frühen 2000er. Mit Hits wie "Maria" oder "Just Because Of You" eroberten sie die Herzen von Millionen Mädchen und feierten zwischen 2005 und 2008 mehrere Charterfolge. Die Band bestand aus zwei Amerikanern, zwei Deutschen und einem Briten. 2009 lösten sie sich auf.
Der Brite Jay Khan (Bild) startete danach eine Solkarriere, datete GNTM-Siegerin Lena Gercke und Sängerin Indira. 2011 ging es für ihn ins Dschungelcamp, seit 2017 veröffentlichte er mehrere Schlager-Singles. Der Kölner Chris verließ die Band bereits 2008 und holte sein Abitur nach. Auch er will weiter Musik machen: Demnächst veröffentlicht er seine Debüt-Single mit Izzy, der ebenfalls Teil von US5 war. Sunnyboy Richie brachte 2012 eine kaum erfolgreiche Solo-Single heraus, war mehrere Male im Entzug und ist heute Vater. Der Mainzer Mykel verließ als erster die Band und veröffentlichte seitdem in den sozialen Medien mehrere Songs.
Die US-amerikanische Boyband O-Town entstand im Jahr 2000 in der ersten Staffel der MTV-Serie "Making the Band". Erik Michael Estrada (v.li.), Ashley Parker Angel, Trevor Penick, Jacob Underwood und Dan Miller veröffentlichten vor ihrer Trennung 2003 zwei erfolgreiche Alben, ihr Hit "All or Nothing" machte sie weltberühmt.
Nach weniger erfolgreichen Versuchen der Mitglieder, eigene Solokarrieren zu starten, verkündete die Band 2013 ihre Wiedervereinigung – jedoch ohne Ashley Parker Angel. 2014 veröffentlichten die vier übriggebliebenen Mitglieder ihr Comeback-Album "Lines & Circles", 2019 "The O.T.W.N. Album". An ihren Erfolg der frühen 2000er-Jahre konnten sie bislang jedoch nicht anknüpfen.
Anfang der 2000er feierte die britische Boyband Blue mit ihren Alben "All Rise", "One Love" und "Guilty" international Charterfolge. Duncan James (v.li.), Simon Webbe, Lee Ryan und Antony Costa arbeiteten sogar mit Künstlern wie Stevie Wonder, Elton John und Lil‘ Kim zusammen. Doch 2004 kam die Trennung …
Sieben Jahre später kam die Band wieder zusammen, um Großbritannien mit "I Can" beim Eurovision Song Contest 2011 zu vertreten. Zwei Jahre später veröffentlichten sie ihr Album "Roulette" und gingen auf die gleichnamige Tour. 2019 wurde bekannt, dass die Band mit finanziellen Problemen zu kämpfen hat und kein Plattenlabel findet, um ihr geplantes Album zu veröffentlichen.
Die irischen Jungs von Westlife schlossen sich 1998 zusammen und veröffentlichten erfolgreiche Balladen wie "You Raise Me Up" oder "Mandy". Auch ihr Hit "Uptown Girl" war ein echter Charterfolg. Bis 2003 verkaufte die Band über 30 Millionen Alben, 2012 verabschiedeten sie sich mit einer Abschlusstour von ihren (überwiegend weiblichen) Fans.
Im Oktober 2018 gaben Westlife nach sechs Jahren Pause ihr Comeback bekannt und tourten im Sommer 2019 durch Irland und das Vereinigte Königreich. Gründungsmitglied Brian McFadden war schon 2004 aus der Band ausgetreten, legte danach eine erfolgreiche Solokarriere hin. Auch die übrigen Mitglieder feierten Solo-Erfolge: Shane Filan veröffentlichte 2013 seine Debüt-Single "Everything To Me", Kian Egan gewann 2013 das britische Dschungelcamp und veröffentlichte 2014 sein Debütalbum "Home". 2019 veröffentlichte die Band ihr elftes Studioalbum "Spectrum", das in Großbritannien und Irland auf Platz eins der Charts landete.