Millionen für Luxus-Jachten, Privatjet-Flüge, Villen, Wein und Kunst: Johnny Depp (53) hat offenbar mehr Geld ausgegeben, als er hat. Jetzt soll sich der Schauspieler vor Gericht verantworten.

Zwei Millionen Euro monatliche Fixkosten. Das muss man erst mal schaffen! Für den mehrmals Oscar-nominierten Schauspieler Johnny Depp soll das allerdings während der letzten zwei Jahrzehnte ein Kinderspiel gewesen sein.

Mehr noch: Depp soll zusätzlich 75 Millionen Dollar für 14 Villen, darunter ein Schloss, und 18 Millionen für Jachten ausgegeben haben. Und als wäre das noch nicht genug, kommen angeblich noch viele weitere Millionen für Luxus-Autos, Kunstwerke, teure Weine, spontane Privatjet-Flüge und was nicht sonst noch alles zum "süßen Leben" dazugehört, dazu.

Unbezahlte Rechnungen in Millionen-Höhe

Johnny Depp hat in den letzten 20 Jahren auf ganz schön großem Fuß gelebt – auf zu großem, wie jetzt aus einer Klageschrift von Depps ehemaliger Beratungsfirma The Management Group (TMG) hervorgeht. Wie unter anderem das Nachrichtenportal "n-tv" berichtet, will das Unternehmen den Hollywoodstar wegen unbezahlter Rechnungen in Millionenhöhe zur Rechenschaft ziehen.

Der exzentrische Schauspieler hat aus seiner Verschwendungssucht nie ein Geheimnis gemacht, er hat sie sogar regelrecht gefeiert. So veranstaltete er 2005 für den verstorbenen US-Schriftsteller Hunter S. Thompson eine prunkvolle Trauerfeier für gut drei Millionen Euro, bei der er die Asche des Autors mit einer Kanone in die Luft schießen ließ. Depp hatte die Ikone der literarischen US-Subkultur 1998 in dem Film "Fear and Loathing in Las Vegas" verkörpert.

Hinzu kommt die kürzliche Scheidung von Schauspielerin Amber Heard (30): Seiner zweiten Ex-Ehefrau schuldet er auch noch sieben Millionen Dollar.

So wie es aussieht, hat Depp den Überblick über seine Finanzen verloren; seine Gläubiger dagegen nicht. Dabei wollten sie natürlich nur das Beste für ihn. So sagte TMG-Anwalt Michael Kump der Nachrichtenagentur AFP, die Firma habe "alles in ihrer Macht Stehende getan, um den Schauspieler vor sich selbst zu schützen". Das hat dann wohl nicht ganz so gut geklappt. (zym)  © top.de