Juliette Binoche wird 55: Das sind ihre besten Filme

Die französische Schauspielerin Juliette Binoche hat in ihrer Karriere viel erreicht: Auch in Hollywood ist sie längst eine anerkannte Größe. Anlässlich ihres 55. Geburtstags am 9. März blicken wir auf die besten Filme ihrer Karriere zurück. © spot on news

Juliette Binoche startete ihre Schauspielkarriere mit Anfang 20. Seitdem sind einige Filme auf ihrer Agenda zu finden. Der Höhepunkt bis dato? Der Oscar als beste Nebendarstellerin in "Der englische Patient" 1997. Doch das ist nicht der einzige gute Film ihrer bisherigen Karriere.
1988 brilliert Juliette Binoche an der Seite von Daniel Day-Lewis in "Die Unerträglichkeit des Seins". Das Drama thematisiert unter anderem den Prager Frühling, erhält zwei Oscar-Nominierungen und wird vor allem in Europa ein kommerzieller Erfolg.
In "Die Liebenden von Pont-Neuf" mimt Juliette Binoche 1991 die halbblinde Malerin Michèle, die sich freiwillig für ein Leben auf der Straße entscheidet. Für diese Rolle wird sie für den französischen César nominiert und mit dem Europäischen Filmpreis als Beste Darstellerin ausgezeichnet.
Das Drama "Drei Farben: Blau" aus dem Jahr 1993 handelt von einer Frau, die bei einem Autounfall ihren Mann und ihre Tochter verliert – und daran fast zerbricht. Juliette Binoche spielt die Hauptrolle und wurde dafür mit einem französischen César sowie einem Coppa Volpi als beste weibliche Hauptrolle ausgezeichnet.
Ihren bis dato größten Erfolg verbucht Juliette Binoche mit ihrer Rolle in "Der englische Patient" 1996. In dem Kriegs-Drama spielt sie die kanadische Lazarettschwester Hana, die sich aufopferungsvoll um den vermeintlichen englischen Patienten Graf László Almásy kümmert. Für diese Rolle wird sie 1997 mit einem Oscar als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet. Insgesamt gewinnt der Film neben diversen anderen Preisen neun Oscars und zwei Golden Globes.
In "Chocolat - Ein kleiner Biss genügt" spielte Juliette Binoche 2000 an der Seite von Johnny Depp - und durfte ihn sogar küssen. Mit ihren Schokoladenkreationen verführt sie ein ganzes verschlafenes, französisches Dorf. 2001 heimste der Film fünf Oscar-Nominierungen ein, unter anderen einen als Beste Hauptdarstellerin, konnte schlussendlich aber keinen davon gewinnen.
2006 steht Juliette Binoche für "Paris, je t'aime" vor der Kamera. In dem Film, der aus 18 unterschiedlichen Episoden besteht, die den 18 Stadtteilen von Paris gewidmet sind und von 18 unterschiedlichen Regisseuren inszeniert wurden, spielt sie eine Mutter, die seit dem Tod ihres Sohnes an Depressionen leidet. Durch einen Traum kann sie ihren Sohn ein letztes Mal in die Arme schließen und endlich Abschied nehmen.
An der Seite von Clive Owen ist Juliette Binoche 2013 in der Romantik-Komödie "Words & Pictures – In der Liebe und in der Kunst ist alles erlaubt" zu sehen. Zwar zählt er nicht zu den erfolgreichsten Filmen ihrer Karriere, ist jedoch mal eine gelungene und sehenswerte Abwechslung, was das Genre betrifft.
Im 2014 erschienen Science-Fiction-Actionfilm "Godzilla" spielt Juliette Binoche als Ehefrau von Bryan Cranston nur eine Nebenrolle. Der Fokus liegt allerdings sowieso auf dem Kampf von Godzilla gegen zwei paarungswillige Muto-Monster. Eine gute Figur macht sie aber trotzdem.
In "Die Wolken von Sils Maria" verkörpert Juliette Binoche eine einst erfolgreiche Schauspielerin, die einerseits Probleme mit dem Älterwerden und andererseits mit der neuen jungen Schauspiel-Generation hat. Ihre Assistentin wird von Kristen Stewart gespielt, mit der es heiß her geht. Für Kristen gab es einen César als beste Nebendarstellerin, Juliette wurde zwar als beste Hauptdarstellerin nominiert, ging aber leer aus. Dafür gewann sie 2015 den Prix Lumières als beste Hauptdarstellerin.
Im Katastrophen-Film "69 Tage Hoffnung", der im englischen den Titel "The 33" trägt, spielt Juliette Binoche eine der Angehörigen eines eingeschlossenen Bergarbeiters. Der Film beruht auf dem Grubenunglück in San José im August 2010, bei dem wie durch ein Wunder alle 33 Arbeiter gerettet werden konnten. Binoches Rolle hätte eigentlich von Jennifer Lopez gespielt werden sollen, die aus Termingründen jedoch absagen musste.
Zur Premiere von "Ghost in the Shell" überraschte Juliette Binoche 2017 mit einem völlig neuen, verruchten Look. Im Science-Fiction-Film selbst spielt sie die Wissenschaftlerin Dr. Ouélet, die Hauptdarstellerin Scarlett Johanssons Gehirn in einen Roboterkörper verpflanzt und so eine Superwaffe erschafft – allerdings nicht ohne Folgen. Auch wenn der Film nicht den gewünschten Erfolg an der Kinokasse einbrachte, ist es doch ein actiongeladenes Sciene-Fiction-Drama, welches Juliette Binoches Schauspielkünste einmal mehr unter Beweis stellte.