Die Kehrseite der Lugner-Hochzeit

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Medienrummel und fliehende Gäste: War das eine Traumhochzeit?

Schon vor der Trauung kann sich Cathy Schmitz kaum vor Reportern retten. Securitys bahnen ihr und Richard Lugner den weg. Nach dem Ja-Wort sieht das Bild kaum besser aus.
Mario-Max Prinz zu Schaumburg-Lippe erscheint gleich mit zwei Begleiterinnen beim Fest. Selten weicht er den Journalisten einen Moment von der Seite - nicht etwa umgekehrt.
In einer sechsspännigen Kutsche, mit der die Braut in Schönbrunn eingetroffen ist, wird das Paar nach der Trauung ins Palais Liechtenstein gebracht. Während das Brautpaar den Fotomarathon geduldig über sich ergehen lässt, ist den Pferden ihre Aufregung anzumerken.
Selbst das Einsteigen in die Kutsche wird mit Argusaugen beobachtet.
Sisi ist in all der Aufregung ihr Kaiser Franz abhanden gekommen.
Medienrummel, soweit das Auge reicht: Bei jedem Schritt wird das Brautpaar genötigt, für die Fotografen innezuhalten. "Mörtel" spielt das Spiel mit, "Spatzi" bemüht sich sichtlich.
Dass Richard Lugner Selbstironie besitzt, beweist er des Öfteren. Auch die Zoo-Einlage im Palais Liechtenstein zeugt davon - und ist ein gefundenes Fressen für die Kameras.
Christian Löschnigg (li.) und Mario Krainz koordinieren 16 Sicherheitsleute, die bei der Hochzeit im Einsatz sind. Löschnigg arbeitet seit zwölf Jahren für Lugner und sorgt auch für die Sicherheit am Opernball.
Es kann sich nur noch um Sekunden handeln: Jetzt wird die Hochzeitstorte angeschnitten. Die Gäste versäumen den Moment. Außer den Fotografen sieht niemand etwas.
"Spatzi" singt das Ende eines Liebeslieds mit und kommentiert: "Es war schief, aber es kommt von Herzen." Man möchte es ihr gern glauben.
Zu jeder Zeit eine Kamera im Gesicht: So sieht es aus, wenn man seine Hochzeit im TV vermarktet. Eigentlich soll die Feier bis Mitternacht gehen, schon um zehn Uhr ist mehr als die Hälfte der Gäste gegangen.
Richard Lugner und Cathy Schmitz sind jetzt ein Ehepaar. "Hoffentlich ist es diesmal die Richtige", sagte er bei der Verlobung im August. So unterschiedlich sie scheinen mögen, eines teilen sie mit Sicherheit: die Liebe fürs Rampenlicht. Ob das reicht?