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Lassie und Co.: Diese Stars sorgen für tierische Unterhaltung

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Schauspieler sind die Stars in Filmen? Denkste! Wir zeigen die berühmtesten Tier-Stars Hollywoods. © top.de

Das Urgestein unter den tierischen Stars ist Tarzans Freund und Helfer, der Schimpanse Cheeta. Hier im Bild umarmt der Affe Jiggs seine Schauspielkollegen Maureen O'Sullivan und Johnny Weissmüller. Jiggs brachte als erster Cheeta Leben in Jane und Tarzans Baumhaus. Diese Szene stammt aus "Tarzan der Affenmensch" von 1932. Die Rolle des Cheeta wurde über die Jahre von mehreren Tier-Darstellern verkörpert.
Der wohl berühmteste Star unter den Tieren ist die treue Hundedame Lassie. Sie hat sogar einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame! Ihre Geschichte basiert auf Büchern des Autors Eric Knight und wurde über zehn Mal verfilmt und in vier TV-Serien umgesetzt. Im Bild sehen wir den Rüden Pal, der 1943 als erster Hund Lassie (hier an der Seite von Elizabeth Taylor im Film "Heimweh" ) verkörperte. In der Fernsehserie "Lassie" helfen spätere Generationen aus Pals Familie dem Bauernjungen Timmy aus allerlei Schwierigkeiten. Fast alle Lassies wurden aufgrund ihres volleren Fells von Rüden gespielt. Pal wurde 18 Jahre alt.
Unser nächster Tierstar hörte im wahren Leben auf den Namen "Bamboo Harvester", zu deutsch: Bambus-Ernter. Wir sprechen natürlich vom sprechenden Pferd "Mr. Ed". Die gleichnamige US-Serie wurde von 1958 bis 1966 ausgestrahlt. Sie handelte von einem intelligenten Pferd, das nur in Gegenwart seines Besitzers Arthur (im Foto: Alan Young) seine Weisheiten zum Besten gab. Um den Hengst sprechen zu lassen, wurde ihm anfangs eine Nylonschnur in den Mund gelegt, auf der er dann herumkaute. Alan Young verriet in einem Interview übrigens, dass Bamboo Harvester auch in Wirklichkeit äußerst schlau war. Das Pferd bewegte irgendwann den Mund von selbst, sobald er seinen Text zu Ende gesprochen hatte.
"Man ruft nur Flipper, Flipper, gleich wird er kommen ..." Dieser Song begeisterte Kinder weltweit zum Auftakt der Erfolgsserie "Flipper". In seinen Abenteuern rettet er Sandy Ricks (im Foto: Luke Halpin, 1963) und seine Freunde so häufig, dass selbst die Rettungsschwimmer von Baywatch vor Neid erblassen. Der kluge Delphin wurde ursprünglich von fünf weiblichen Tümmlern gespielt. Ihr Trainer Richard O'Barry bereut rückblickend seine Arbeit. Nach den Produktionen kümmerte sich niemand mehr um die Tiere. Als Cathy, die letzte seiner Flipper-Zöglinge, in seinen Armen starb, war er überzeugt, dass sie bewusst aufgehört hatte zu atmen. Heute ist O'Barry aktiver Tierschützer, der bezeugt, dass das Lernen von Kunststücken für die Tiere enorm viel Stress bedeute. Er rät auch dazu, Delphinshows zu boykottieren.
Das berühmte Totenkopfäffchen "Herr Nilsson" debütierte 1969 im Film "Pippi Langstrumpf" an der Seite von Schauspielerin Inger Nilsson. Für die Dreharbeiten lieh sich das Filmteam den kleinen Hüpfer von einer schwedischen Familie, musste aber schnell feststellen, dass die Arbeit mit Tieren am Set alles andere als einfach sein kann. Herr Nilsson hasste es, einen Strickpulli tragen zu müssen - jedes Kind kann es ihm nachsehen - und wehrte sich mit Beißen und Kratzen dagegen. Er mochte es auch nicht, auf den Schultern der Hauptdarsteller zu verweilen, und wurde für diese Szenen mit einer Schnur festgebunden. Seine Reaktionen darauf waren vielfältig: Er biss Pippi entweder in ihre Zöpfe oder entleerte sich auf ihrer Kleidung. Eine echte Film-Diva.
Wenn wir Herr Nilsson vorstellen, darf "Kleiner Onkel" natürlich nicht fehlen. Das Hauspferd der Villa Kunterbunt hörte eigentlich auf den Namen "Bunting". Ihm wurden jeden Drehtag aufs neue mit Haarfärbemittel Punkte aufgesprüht. Im Gegensatz zu seinem tierischen Kollegen im Pulli war Kleiner Onkel sehr kooperativ. In dieser Szene erfreut er neben den Zuschauern auch Pippis Freunde Tommy (Pär Sundberg) und Annika (Maria Persson). Nach seiner Karriere kehrte der Schimmel zu seinen Eigentümern zurück.
Dieser knuddelige Vierbeiner brachte 1992 bestimmt viele junge Kinogänger dazu, sich verzweifelt einen Hund zu wünschen. In "Ein Hund namens Beethoven" flüchtet ein Welpe aus einem Tierversuchslabor und findet Obhut im Haus der Newtons. Der anfangs niedliche Bernhardiner wächst schnell zu einem sabbernden Riesen heran, der das Leben von Mutter Alice (Bonnie Hunt) und Vater George (Charles Goodwin) gehörig auf den Kopf stellt. Der Darsteller des Beethoven hieß auch im echten Leben so und gehörte der Witwe von Buster Keaton, Eleanor. Sie trainierte Beethoven sogar selbst für die Dreharbeiten. Der Film war ein derartiger Erfolg, dass bis heute sieben(!) Fortsetzungen erschienen sind.
Einer der bewegendsten Tierfilme war "Free Willy - Ruf der Freiheit" von 1993. Den Jungen Jesse, gespielt von Jason James Richter, verbindet eine innige Freundschaft zum eigentlichen Star des Films: Schwertwal Willy, gespielt von Keiko. Im Film ging es vor allem darum, den liebenswerten Wal aus einem Vergnügungspark zu befreien. Der Orca war sogar so beliebt, dass Spendengelder seine Freiheit auch im echten Leben möglich machten. Nach Ende des dritten Films wurde er 1998 nach Island geflogen, wo man seine Gewöhnung an den natürlichen Lebensraum vorbereitete. 2002 wurde Keiko endgültig freigelassen und fand sogar wieder Anschluss an andere Wale. Leider wurde er anderthalb Jahre später in norwegischen Gewässern tot aufgefunden.
Nicht so berühmt wie Lassie, aber hierzulande mindestens genauso beliebt war die deutsch-österreichische Serie "Kommissar Rex". Das Foto zeigt den Polizeihund und Zuschauermagneten 1994 an der Seite von Inspektor Richard Moser, gespielt von Tobias Moretti. In der Serie lösen "Reginald von Ravenhorst" ( kurz: Rex) und sein kürzlich geschiedener menschlicher Kollege zahlreiche Kriminalfälle in Wien. Rex wurde in zehn Jahren von drei unterschiedlichen Schäferhunden gespielt: B.J., Rhett und Henry, die alle von der Hundetrainerin Teresa Ann Miller geschult wurden.
Wer erinnert sich nicht an das süße Schäferschweinchen, das 1995 die Kinos eroberte? Der Star aus "Ein Schweinchen Namens Babe" wurde von insgesamt 48 Ferkeln gemimt. Die australische Produktion scheint glücklicherweise sehr tierfreundlich gewesen zu sein. In schwierigen Szenen wurde durch mechanisch gesteuerte Puppen und digitale Tricks nachgeholfen. Außerdem durfte keines der Darsteller-Schweinchen im Nachhinein geschlachtet werden und für James Cromwell, der den genügsamen Bauern Arthur Hogget spielte, waren die Dreharbeiten Motivation genug, um zum Veganer und Tierschutzaktivisten zu werden. Ist er übrigens heute noch.
Der Schimpanse aus der deutschen Produktion "Unser Charly" war hierzulande sehr beliebt. Auch er von mehreren Affen gespielt. Doch auch wenn diese Szene von 1995 mit Schauspielerin Friederike Müller absolut herzlich aussieht, sind die Geschichten, die man sich von den Dreharbeiten erzählt werden, weniger schön: Offenbar benutzten die Trainer zum Teil Schläge, um die armen Tiere zu animieren. Die letzte Staffel der ZDF-Show wurde 2012 ausgestrahlt. Die mindestens elf Schimpansen, die über die Jahre zum Einsatz kamen, wurden anschließend an Zirkusse und vermeintliche Tierschutzlager abgegeben.
Frank ist allen Filmfans aus den "Men in Black" bekannt. Der sprechende Mops gefiel dem Regisseur so gut, dass er im zweiten Teil noch mehr in den Fokus trat. Er taucht zwar immer nur in ein paar Szenen auf, stiehlt dort aber selbst Will Smith die Show. Kein Wunder: Man sieht nicht oft, dass ein Mops eine Zigarre raucht oder, wie in dieser Szene aus "Men in Black II", den Song "I Will Survive" zum Besten gibt. In Wirklichkeit hört der Darsteller des quasselnden Aliens, das die Form eines Hundes annimmt, auf den Namen Mushu. Auch wenn es immer schön ist, Tiere in Filmen zu sehen, kann man sich angesichts mancher Geschichten hinter den Kulissen eigentlich nur wünschen, dass Frank hier unser letzter Tierstar bleibt.
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