Über 30 Jahre lang ist Schauspielerin Leah Remini Scientology-Anhängerin gewesen. Nun distanziert sich die frühere "King of Queens"-Darstellerin von der Organisation und steigt überraschend aus. Offenbar haben die vermisste Ehefrau von Scientology-Chef David Miscavige und jahrelange Verhöre zum Bruch geführt.

Scientology hat ein prominentes Gesicht verloren: Leah Remini, bekannt aus der US-Hitserie "King of Queens", hat der Organisation den Rücken gekehrt, wie die "New York Post" berichtet. Ein Insider, der nicht namentlich erwähnt wird, berichtet: "Sie distanziert sich von einem Regime, das sie als korrupt erachtet. Sie denkt, dass keine Religion eine Familie auseinanderbringen oder jemanden unter dem Deckmantel der Religion missbrauchen sollte."

Wie die Zeitung schreibt, ist Leah Remini 2006 auf der Hochzeit von Tom Cruise und Katie Holmes bei Scientology negativ aufgefallen. Die Schauspielerin hatte damals den Chef der Organisation David Miscavige nach seiner Ehefrau Shelly gefragt, die bei der Feier nicht anwesend war. Daraufhin ist Remini von einem früheren Leiter des "Scientology Celebrity Centers" zurechtgewiesen worden. Die 43-Jährige habe nicht den nötigen Rang, um sich nach dem Verbleib von Shelly zu erkunden. Die Ehefrau von David Miscavige ist laut Medienberichten seit 2007 nicht mehr in der Öffentlichkeit aufgetaucht. Scientology wird nachgesagt, für ihr Verschwinden verantwortlich zu sein.

Reminis Nachfrage soll jahrelange Verhöre, die Überprüfung ihrer Familie und eine fünf Jahre andauernde Gedankenmodifikation zur Folge gehabt haben, wie die "New York Post" berichtet. Der Agentur APA legte die Schauspielerin ein Statement vor, darin bedankt sie sich bei ihren Fans für ihre Unterstützung: "Ich möchte meinen aufrichtigen und herzlichen Dank aussprechen für die überwältigende positive Resonanz, die ich aus den Medien, von meinen Kollegen und den Fans auf der ganzen Welt erfahren habe." (kom)