Maximilian Krückl: Das Leben des heimatverbundenen Schauspielers

Maximilian Krückls völlig unvermittelter Tod erschüttert. Wie erst jetzt bekannt wurde, starb der bayerische Schauspieler vor knapp vier Wochen im Alter von 52 Jahren an einem plötzlichen Herztod. Eine Würdigung in Bildern. © spot on news

Geboren wird Maximilian Krückl am 21. August 1966 in München. Seinen Durchbruch hat er Regisseur Franz Xaver Bogner zu verdanken. Dieser verschafft dem damals Zwölfjährigen eine Hauptrolle in der Fernsehserie "Familie Meier" (1979). Später ist Krückl unter anderem in der TV-Miniserie "Im Schatten der Gipfel" (1992: Bild, links) als Bernhard Epp zu sehen.
Große Popularität bringt dem Münchner die Rolle des Alois Angerer in der Bergwacht-Serie "Wildbach" (1992-1996) ein. Dort ist er unter anderem an der Seite von Siegfried Rauch zu sehen.
Im Mittelpunkt der Geschichten von "Wildbach" stehen die Abenteuer und der Alltag der örtlichen Bergwacht. Spektakuläre Kletteraktionen, aufsehenerregende Rettungsmaßnahmen und jede Menge Kriminalfälle sorgen über fünf Jahre lang für Spannung.
Für Krückl folgen Rollen in Serien und Filmen, etwa die des Pfarrer Friedl in der Heimatfilm-Reihe "Wilder Kaiser" (ab 1999; Bild). 2003 spielt er im Münchner "Tatort" einen Polizeipsychologen, ab 2007 Pfarrer Ambros in der Familienserie "Forsthaus Falkenau".
Eine ganz besondere Freundschaft verbindet Krückl mit Schauspielerin Ruth Drexel (1930-2009): Die beiden lernen sich als Teenager bei "Familie Meier" kennen. Später spielt Krückl unter der Intendanz von Drexel Theater, unter anderem am Münchner Volkstheater. Krückl schreibt seiner Mentorin die Serienrolle "Agathe kann's nicht lassen" (Foto) auf den Leib. Er selbst übernimmt in der Serie die Rolle des Kommissar Krefeld. Auch mit dabei: Hans Peter Korff (r.)
Nicht nur vor der Kamera sondern auch als Drehbuchautor ist Maximilian Krückl erfolgreich. So schreibt er unter anderem das Drehbuch für das Melodram "Alles Glück dieser Erde" (Foto) mit Uschi Glas und Maximilian Schell und liefert einige Bücher für die Reihe "Das Traumhotel".
Der selbsternannte Tausendsassa macht außerdem Musik. Er komponiert die Titelmelodie zum Erfolgsformat "Dahoam is Dahoam". Die Serie läuft seit 2007 von Montag bis Donnerstag immer zwischen 19:30 Uhr und 20 Uhr im Bayerischen Rundfunk.
Als zusätzliches Standbein betreibt Krückl mit seiner Familie eine Frühstückspension in Percha bei Starnberg und noch ein Unterfangen liegt ihm am Herzen: Unter dem Motto ­"Hamstern ist out, Geben ist in!" gründet der Schauspieler zusammen mit der Ordensfrau Bernadette eine Internet-Plattform, die "gute Taten" vermittelt. Anstoß für das Projekt gibt der Krebstot seiner Mutter.
Die Tracht ist ein Muss: Heimatverbunden wie Maximilian Krückl ist, sucht er sich immer wieder Projekte, die in den Alpen spielen. Wie hier im Jahr 2009 an der Seite der Schauspielerinnen Christina Plate, Elfie Eschke und Susanne Knechtl im TV-Film "Die Hüttenwirtin".
"Polizeiruf 110", "SOKO Kitzbühel" oder "Der Ruf der Pferde": Für seine schauspielerischen Leistungen wird Maximilian Krückl mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 1983 mit dem Theaterpreis der Akademie der Künste Berlin oder 1997 mit dem Deutschen Kurzfilmpreis. Am 22. Juni stirbt der Schauspieler mit 52 Jahren an plötzlichem Herztod. Er hinterlässt seine Ehefrau Jeannie und die beiden Töchter Magdalena und Mathilda.