Stars

Michelle Obama: Das ist ihr Leben nach dem Weißen Haus

Am 13. November erscheinen die Memoiren von Michelle Obama. In "Becoming" spricht die ehemalige First Lady über Rassismus und Eheprobleme. Doch was hat sich seit dem Auszug der Obamas aus dem Weißen Haus in ihrem Leben getan? © spot on news

"Becoming" heißt das neue Buch von Michelle Obama. Zu Deutsch etwa: "Wie ich geworden bin, was ich bin." Die erste schwarze First Lady zeichnet darin ihr Leben nach: Wie sie in Chicago aufwuchs, ihren Mann kennenlernte und wie sie über den derzeitigen US-Präsident Donald Trump denkt.
Begleitet wird das Projekt von einer groß angelegten PR-Tournee. Wer die Auftaktveranstaltung in Chicago – moderiert von Oprah Winfrey - besuchen möchte, muss dafür zwischen 30 und 1.000 Dollar hinblättern. Doch abseits des derzeitigen Trubels um ihre Person genießt Michelle Obama ihr Leben fernab des Weißen Hauses.
In der US-Talkshow von Ellen DeGeneres freut sie sich ganz offen über eine recht profane Sache: "Ich stehe auf, wenn ich Lust dazu habe. Uns geht es großartig." Generell scheint sie das Familienleben fernab von Pressekonferenzen und öffentlichen Auftritten sehr zu genießen: "Die Mädchen machen sich gut, Barack arbeitet, wir haben Projekte. Wir haben gut zu tun und reisen." Apropos Mädchen:
Statt im Weißen Haus leben die Obamas nun in einer Villa in Washington, damit Tochter Sasha dort die Schule zu Ende machen kann. Ihre große Schwester Malia (l.) hingegen hat vor einiger Zeit ihr Studium an der Elite-Universität Harvard in Boston begonnen.
"Ich habe gelernt, dass wir als Familie einen Ort zu einem Zuhause machen, egal in welchem Gebäude. Es kommt auf unsere Wertschätzung und unsere Liebe zueinander an", sagt die 54-Jährige. Trotzdem muss sich auch eine ehemalige Präsidenten-Familie an einen Umzug gewöhnen – vor allem die vierbeinigen Familienmitglieder …
"Es ist merkwürdig: Wir haben jetzt eine Haustür und eine Klingel. Unsere Hunde Bo und Sunny wussten nicht, wie sich eine Türklingel anhört", verrät Michelle Obama. Aber auch Ehemann Barack musste sich den neuen Gegebenheiten anpassen.
Arbeitete der 44. Präsident der Vereinigten Staaten einst im riesigen Oval Office, muss er nun kleinere Brötchen backen. Sein Büro musste er im kleinsten Zimmer des neuen Heims einrichten. Begeistert sei ihr Mann darüber nicht, gesteht Michelle Obama.
Da die 54-Jährige nun keine First-Lady-Pflichten mehr zu erfüllen hat, darf es modetechnisch auch schon mal etwas legerer zugehen. So tauscht sie das Kostüm ab und zu gegen einen lässigen Jeans-Look oder wie hier, bei einer Wahlkampf-Veranstaltung zu den Midterms, gegen ein T-Shirt.
Weniger lässig als vielmehr zornig geht Michelle Obama mit Donald Trump in ihrem Buch ins Gericht. Sie werde Trump niemals verzeihen, dass er öffentlich infrage gestellt hatte, dass ihr Ehemann amerikanischer Staatsbürger sei, schreibt sie in ihrem Buch. Michelle Obama ist bekannt dafür, ihrem Mann stets den Rücken zu stärken, auch wenn es manchmal schwierig war …
"Ziemlich scharf" sagte Barack Obama, als er sich für die in seinen Augen gelungene Darstellung seiner Gattin bedankte: "Anmut, Schönheit, Intelligenz, Charme und Attraktivität der Frau, die ich liebe, wurden spektakulär eingefangen". Gemeint war ein Porträt von Michelle, das in der National Portrait Gallery in Washington ausgestellt wird.
Bei all dem Lob ist Michelle Obama dennoch bodenständig geblieben. Obwohl immer wieder Stimmen laut werden, sie solle sich doch bei der nächsten Präsidentenwahl im November 2020 aufstellen lassen, erteilt sie eine Absage. "Ich war niemals ein Fan von Politik, und meine Erfahrungen in den vergangenen zehn Jahren haben wenig dazu beigetragen, das zu ändern. Die Gemeinheit stößt mich weiter ab." Dennoch hoffen viele Demokraten, dass sie irgendwann doch noch kandidieren wird und dann in die Riege der US-Präsidenten wie George W. Bush (2.v.l.), Bill Clinton (3. v.l.), Barack Obama (m.) und George W. Bush Senior (unten) aufgenommen wird.