Ornella Muti wird 65: Eine italienische Ikone mit waschechten Skandalen

Schön, talentiert und ein Sexsymbol: Ornella Muti gehört zu den erfolgreichsten Schauspielerinnen Italiens. Bereits mit 14 Jahren startete sie ihre Karriere, später machte sie sich mit Filmen wie "Der Graf von Monte Christo" (1998) einen Namen. Am 9. März wird die Italienerin 65 Jahre alt. Ihr Leben im Wandel der Zeit. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Ornella Muti wird am 9. März 1955 in Rom (Italien) als Francesca Romana Rivelli geboren. Als Kind ist sie bereits als Model tätig. Dabei soll es nicht lange bleiben.
Die Filmbranche entdeckt sie, als sie 14 Jahre alt ist. In Damiano Damianis "Recht und Leidenschaft" debütiert sie 1970 als Schauspielerin.
Ihren Künstlernamen Ornella Muti verdankt sie ebenfalls Damiano Damiani, der den Namen aus zwei Figuren aus den Werken des Schriftstellers Gabriele D’Annunzio kreiert – denn es gibt bereits eine Schauspielerin namens Rivelli.
Mit gerade einmal 19 Jahren wird Muti unverheiratet schwanger – ein Skandal zur damaligen Zeit. Sie entscheidet sich dennoch gegen eine Abtreibung. Ihre Tochter Naike kommt am 10. Oktober 1974 auf die Welt. "Naike ist eines der größten Geschenke, die mir das Leben bescherte", erklärt sie später in einem Interview.
Den Durchbruch schafft sie 1975 mit dem Film "Die letzte Frau". Der Film von Marco Ferreri mit Gérard Depardieu sorgt für einen waschechten Skandal. Darin verkörpert Muti eine Erzieherin, die Depardieu den Kopf so verdreht, dass er sich am Ende selbst kastriert.
In der Liebe geht es bergauf: 1975 heiratet sie ihren Schauspielkollegen Alessio Orano. Das Glück hält aber nicht an. Nach sechs Jahren Beziehung lässt sich das Paar scheiden.
Es folgen weitere Filme, in denen sie an der Seite gefeierter Schauspieler Rollen übernimmt. In "Der gezähmte Widerspenstige" (1980) steht sie neben Adriano Celentano vor der Kamera. Das Duo ist in den 80er Jahren noch öfter gemeinsam in Komödien zu sehen.
Aufgrund ihrer Schönheit wird Muti als Traumfrau und Inkarnation des Dolce Vita gefeiert. Schnell mausert sie sich zum Sexsymbol einer Generation. Mehrfach ziert sie das Cover großer Modezeitschriften wie "Vogue" und "Elle".
1988 versucht es Ornella Muti erneut mit der Ehe und tritt mit Federico Facchinetti vor den Traualtar. Mit ihm hat die Schauspielerin zwei Kinder: Carolina (*1984) und Andrea (*1987). Aber auch diese Beziehung geht in die Brüche. 1996 folgt die Scheidung.
Auch in Hollywood versucht der wahr gewordene Männertraum sein Glück: In der Comic-Verfilmung "Flash Gordon” (1980) verkörpert Muti die Prinzessin Aura. In "Oscar – Vom Regen in die Traufe" (1991, Foto) spielt sie neben Sylvester Stallone die Hauptrolle. Allerdings floppen beide Filme.
In Deutschland ist Ornella Muti vor allem für ihre Rolle im vierteiligen Abenteuerfilm "Der Graf von Monte Christo" (1998) bekannt, der auf dem gleichnamigen Roman von Alexandre Dumas basiert. Wieder an der Seite von Gérard Depardieu spielt sie die junge Mercédès.
Neben der Schauspielerei versucht sich das Multitalent 2008 als Designerin. Sie präsentiert ihre erste eigene Schmuck-Kollektion und eröffnet unter anderem Geschäfte in Paris, Mailand, Rom und Moskau.
2012 übernimmt sie eine kleinere Rolle in "To Rome with Love" von Woody Allen. Die große Karriere in Hollywood bleibt aber aus.
Im Februar 2020 erregt sie erneut Aufmerksamkeit: Sie begleitet den Baulöwen Richard Lugner zum Wiener Opernball, wo sie mit einer traumhaften Robe über das Parkett schwebt.