• Christian Lindner und Franca Lehfeldt haben "Ja" gesagt.
  • Von Bundeskanzler Olaf Scholz über Friedrich Merz bis zu Wolfgang Kubicki sind alle dabei.
  • Die Hochzeitssause von Christian Lindner und Franca Lehfeldt auf Sylt erreichte am Samstag ihren Höhepunkt.

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Die Hochzeitssause geht weiter: Finanzminister Christian Lindner (43, FDP) und die Journalistin Franca Lehfeldt (33) haben am Samstagnachmittag in der Kirche St. Severin auf Sylt geheiratet. Etwa eine Stunde dauerte die Trauung, dann trat das Brautpaar aus der Kirche, wo es von seinen Gästen empfangen wurde. Helle Blütenblätter wirbelten durch die Luft als Lindner und seine Braut aus der Kirche kamen. Einige Gäste jubelten. Im Anschluss plauderten Lehfeldt und Lindner vor der Kirche im kalten Sylter Wind bei einem Sektempfang mit ihren Gästen, bevor sie in ein Cabrio stiegen und davon fuhren.

Braut kam in schwarzem Porsche zur Trauung

In dem mit Blumen geschmückten schwarzen Auto kam Lehfeldt etwa eine Stunde nach dem Bräutigam gegen 16.30 Uhr an der Kirche an. Sie trug ein rückenfreies Kleid mit langer Schleppe und einer Schleife im Nacken und offenes Haar. Lindner trug einen dunkelblauen Anzug und eine silberfarbene Krawatte mit einer weißen Rose als Ansteckblume.

Viel Politprominenz unter den Gästen

Zu den Gästen gehörten Bundeskanzler Olaf Scholz und dessen Frau die brandenburgische Bildungsministerin Britta Ernst (beide SPD), Bundestagsvize Wolfgang Kubicki (FDP) und CDU-Chef Friedrich Merz. Auch der aus der TV-Sendung "Die Höhle des Löwen" bekannte Unternehmer Frank Thelen gehörte zu den Gästen. Am Abend sollte groß in der "Sansibar" zwischen Rantum und Hörnum am Sylter Nordseestrand weiter gefeiert werden.

Die schmucke Kirche am Ortsrand von Keitum ist eines der Wahrzeichen Sylts mit jahrhundertelanger Geschichte und auch bei Promis ein beliebter Ort für Hochzeiten. So hat hier beispielsweise 2018 der Modedesigner Guido Maria Kretschmer seinem langjährigen Lebensgefährten Frank Mutters das Jawort gegeben.

Schaulustige warten vor der Kirche auf das Paar

Bereits seit Samstagvormittag sicherten Polizisten die Kirche und das mit einem Friesewall gesäumte Gelände. Auch Sprengstoffspürhunde waren im Einsatz. Die Straßen rund um das Kirchengelände wurden am Mittag zum Teil für den Verkehr gesperrt. Diverse Mannschaftswagen der Polizei säumten die Straßen, Beamte stellten Absperrgitter auf. Schaulustige und Journalisten postierten sich zum Teil Stunden vorher etwa auf dem Rad- und Fußweg gegenüber, in der Hoffnung einen Blick auf das Paar erhaschen zu können.

Auch auf der anderen Seite der Kirche sammelten sich zahlreiche Neugierige. Dort verteilte "TV total"-Moderator Sebastian Puffpaff T-Shirts mit verschiedenen Motiven des Hochzeitspaares, Dosenbier und kleine Fähnchen. Dieser Platz musste aber gegen 14.00 Uhr freigemacht werden. Insgesamt warteten zwischenzeitlich mehrere Hundert Menschen darauf, einen Blick auf das Paar und seine prominenten Gäste zu erhaschen. Auch einige Punks waren gekommen.

Braut und Bräutigam schon vor Jahren aus der Kirche ausgetreten

Während bei den Schaulustigen vor der Kirche eine friedliche und von Neugier auf das Paar geprägte Stimmung vorherrschte, wurde in den (sozialen) Medien über Steuerverschwendung und einen unpassenden Zeitpunkt für die Feier ebenso kontrovers diskutiert, wie auch darüber, dass das Paar in der Kirche heiratet, obwohl beide aus der Kirche ausgetreten sein sollen. Lindner hat aber bei seiner Vereidigung zum Bundesminister der Finanzen den Eid mit dem Zusatz "so wahr mir Gott helfe" geleistet.

Üblich ist es auch in der Nordkirche, dass zumindest einer der beiden Partner Mitglied in der evangelischen Kirche sein muss. Allerdings hat die Synode im November 2020 beschlossen, "ein Kasualgottesdienst kann auch gefeiert werden, wenn Menschen, die nicht Kirchenmitglieder sind, danach fragen". Als Kasualien bezeichnet die Evangelische Kirche in Deutschland eigenen Angaben zufolge Gottesdienste, die anlässlich wichtiger Stationen im Leben von Menschen gefeiert werden: Taufe, Konfirmation, Trauung und Beerdigung.

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Der evangelische Ethikprofessor Mathias Wirth kritisierte die Hochzeit. Er sagte dem "Kölner Stadt-Anzeiger", dies sei eine "wenig sozial- und moralsensitive Luxus-Trauung eines Ministers, der zeitgleich die Hartz-IV-Sätze für Langzeitarbeitslose kürzen will".

Bereits am Donnerstagnachmittag hatte Bürgermeister Nikolas Häckel (parteilos) das Paar standesamtlich getraut. Am Freitag stand der Polterabend auf dem Programm. Lehfeldt trug an dem Abend ein Mini-Kleid mit Schlangenprint und offene Haare, wie der Hairstylist Lukas Kuciel in seiner Instagram-Story postete. Die 33-Jährige teilte das Foto am Samstag in ihrer eigenen Story.

Auch Punks wollten mitfeiern

Nicht nur zum Absichern der Hochzeitslocations war die Polizei im Einsatz. So sprachen die Beamten am Freitagabend gegen eine Gruppe von rund 35 Punks einen Platzverweis aus, wie ein Polizeisprecher sagte. Diese seien gegen 22.00 Uhr an dem Hotel aufgetaucht, in sie dem Lindner, seine Frau und die Hochzeitsgäste vermuteten. Dort sollen die Punks den Angaben zufolge vor allem laut, sonst aber friedlich gewesen sein. Die Feier hatte an einem anderen Ort stattgefunden. Die Punks wurden schließlich von der Polizei zum Bahnhof und nach Mitternacht schließlich auch im Zug bis nach Westerland begleitet.

Die nordfriesische Insel ist ein beliebtes Urlaubsziel von Prominenten und wird häufig auch für Hochzeiten gewählt. Für den 43-jährigen Lindner ist es die zweite Ehe. Er war bereits mit der Journalistin Dagmar Rosenfeld verheiratet. Auch Lehfeldt ist Journalistin. Die 33-Jährige arbeitet als Politik-Reporterin für den Nachrichtensender Welt, der zum Medienkonzern Axel Springer gehört. Im vergangenen Oktober war bekannt geworden, dass sie und Lindner sich verlobt hatten.(jst/dpa)

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