Till Lindemann, Sänger der Band Rammstein, wurde anscheinend Opfer der Propaganda von Russlands Präsident Wladimir Putin. Das berichtet der 53-Jährige zumindest der "Bild"-Zeitung.

Nach einem Rammstein-Konzert in Moskau kursierte im Internet ein Foto, auf dem Till Lindemann ein T-Shirt mit Wladimir Putins Konterfei trägt und mit nach oben gestrecktem Daumen für die Kamera posiert. Zudem hält er ein neuverpacktes goldenes iPhone in der Hand, das ebenfalls vom Kopf des russischen Präsidenten geziert wird.

Verbreitet wurde das Bild vom russlandtreuen Sender Sputnik mit dem angeblichen Zitat "Ich mag ihn (Putin, Anm. d. Red.), er ist ein harter Leader und keine Marionette". Till Lindemann ist ein treuer Anhänger des russischen Präsidenten - das soll das Foto zumindest suggerieren. Fans sind empört.

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Nach Aussage des Managements von Till Lindemann war die Sache allerdings ganz anders, wie die "Bild"-Zeitung berichtet. Demnach sei Lindemann nach dem Konzert in Moskau am 19. Juni das iPhone "mit freundlichen Grüßen von Wladimir Putin" überreicht worden. Außerdem sei er gefragt worden, wie ihm die Stadt gefallen würde. "Da hab ich den Daumen nach oben gestreckt und gesagt: Moskau ist eine tolle Stadt. Das war alles", so der Sänger.

Ihm seien aber nicht nur falsche Worte in den Mund gelegt worden, auch das Foto sei auch retuschiert worden. Lindemann habe nämlich kein Shirt mit dem Gesicht von Wladimir Putin getragen.

Lindemann soll inzwischen Anwälte eingeschaltet haben, um die gefälschten Bilder aus dem Internet zu entfernen. (jwo)