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Ridley Scott: Die größten Filme des Regisseurs und Science-Fiction-Königs

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Kaum einer kennt sein Gesicht, doch seine Filme sind weltberühmt. Von "Alien" bis "Thelma & Louise" – Ridley Scott zieht die Fäden hinter der Kamera. © top.de

Der 1937 geborene Ridley Scott studierte zunächst Malerei und Grafikdesign. Doch auf den Engländer wartete ein anderes Schicksal: Als Regisseur sollte er den Film revolutionieren und neue Genre-Maßstäbe setzen.
Jeder fängt mal klein an: 1965 arbeitete er als Szenenbildner und schnupperte erste Regie-Luft. Drei Jahre später gründete er die Firma "Ridley Scott Associates", die Werbefilme produzierte.
Als er 1979 Regie bei "Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt" führte, konnte er erstmals sein ganzes Talent zeigen. Der Science-Fiction-Film mit Sigourney Weaver in der Hauptrolle (Foto) zeichnet sich durch seine spezielle Ästhetik des Horrors aus.
Düster, dystopisch, philosophisch: 1982 erschuf Ridley das Meisterwerk "Blade Runner" mit Harrison Ford als Hauptdarsteller. Eine Inszenierung, für die ihn Sci-Fi-Fans noch heute verehren. 2007 wurde er in die Science Fiction Hall of Fame aufgenommen.
Dass er viele Facetten besitzt, bewies Ridley mit "Thelma & Louise" (1991). Als Regisseur und Produzent erschuf er ein Werk zwischen Roadmovie, Thriller und Drama. Unvergessen sind Geena Davis und Susan Sarandon in den Hauptrollen.
Was er anfasst wird zu Gold. Auch sein Monumentalfilm "Gladiator", der mit Preisen überschüttet wurde. Fünf Oscars, 12 Oscar-Nominierungen– unter anderem in der Kategorie "Beste Regie". Alles richtig gemacht, Herr Scott.
Nichts für Vegetarier: 2001 erschien sein preisgekrönter Thriller "Hannibal" über den gleichnamigen Kannibalen. Das Lexikon des internationalen Films lobte das Sequel für die "kunstvoll komponierten Bilder" und seine "Atmosphäre bedrückenden Horrors".
2003 wurde er für seine Verdienste als Regisseur, der Kunst erschafft, in London zum Ritter geschlagen. Die Ehre feierte er mit seinem Sohn Luke, Ehefrau Giannina Fascio und Tochter Jordan (v. links).
Zusammen mit seinem Bruder Tony Scott (l.) gründete er 1995 die Firma Scott Free Productions, die Filme wie "Black Hawk Down" (2001) oder "Königreich der Himmel" (2005) produzierte. Hier sieht man das Erfolgsduo 2010 bei der Bafta-Awardverleihung in Los Angeles.
2017 durfte Ridley in "Alien: Covenant" wieder mit seinem liebsten Hauptdarsteller zusammenarbeiten: das Alien wurde einst von dem Künstler HR Giger entworfen. Dank neuer Special Effects muss sich nach fast 40 Jahren kein Darsteller mehr in das Kostüm zwängen.
Im Mai 2017 erzählte der Regisseur dem "Frankfurter" über sein Erfolgsgeheimnis: "Ich glaube, viele Menschen lassen sich gern auf intelligente Weise zu Tode erschrecken." Ridley ist auf diesem Gebiet wohl der König des intelligenten Horrors.
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