Robert De Niro wird 75: Sein Leben, seine Karriere

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Geburtstagskind Robert De Niro ist seit Anfang der 70er Jahre dick im Schauspiel-Geschäft. Seither hat er sich nicht nur als Charaktermime, sondern auch als sechsfacher Familienvater und Trump-Hasser etabliert. © spot on news

Bei Hollywood-Star Robert De Niro ist der gerne inflationär benutzte Begriff "Legende" zur Abwechslung nicht übertrieben. Das zeigt ein Blick auf die lange und einzigartige Karriere mit über 100 Werken, die das Geburtstagskind mit inzwischen 75 Jahren vorzuweisen hat.
De Niro stammt aus einer Künstlerfamilie. Sein Vater Robert De Niro Sr. konnte sich einen Ruf als expressionistischer Maler erarbeiten, Mutter Virginia Admiral war Poetin und malte ebenfalls.
Im Alter von 16 Jahren und mit der Erlaubnis seiner Eltern brach De Niro die Schule ab und verfolgte seinen Traum, eines Tages ein ähnlich berühmter Charaktermime wie sein Vorbild Marlon Brando zu werden.
Seine erste große Rolle ergatterte er 1970 in Brian De Palmas schwarzer Komödie "Hi, Mom!". Der Durchbruch erfolgte dann vier Jahre später.
1980 gab es dann auch einen Goldjungen als bester Hauptdarsteller. Im Box-Drama "Wie ein wilder Stier" spielte er den echten Jake LaMotta und hatte im Vorfeld ein Jahr lang Boxunterricht genommen.
Neben den zwei gewonnenen Oscars kann De Niro noch fünf Nominierungen vorweisen. Viermal als bester Hauptdarsteller in "Taxi Driver" (1977), "Die durch die Hölle gehen" (1979), "Zeit des Erwachens" (1991) und "Kap der Angst" (1992). Als Nebendarsteller war er zuletzt 2013 für "Silver Linings" in der Vergabe.
De Niros bis heute kommerziell erfolgreichster Film ist eine handfeste Überraschung. Nicht etwa eines seiner hochgelobten Dramen, sondern die Komödie "Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich" steht mit weltweit 516 Millionen Dollar ganz oben.
Im höheren Schauspiel-Alter hatte De Niro grundsätzlich Gefallen an Komödien gefunden. Etwa als impotenter Mafiaboss in "Reine Nervensache", in "Zwei vom alten Schlag" oder zuletzt im derben Streifen "Dirty Grandpa".
Zweifach wechselte De Niro in seiner Karriere auch schon hinter die Kamera. 1993 führte er erstmals Regie bei "In den Straßen der Bronx", 2006 folgte seine zweite Regiearbeit für "Der gute Hirte" mit Matt Damon.
De Niro ist seit 1997 mit seiner zweiten Frau Grace Hightower verheiratet, mit der er zwei Kinder hat. Aus seiner ersten Ehe mit Diahnne Abbott sowie einer Beziehung mit Model Toukie Smith gingen noch vier weitere Kinder hervor.
Auch im höheren Alter ist vom wilden Stier viel übrig. Erst im Juni dieses Jahres rief De Niro bei einer Rede bei den Tony Awards "Fuck Trump" und erntete stehende Ovationen dafür. Mit dem US-Präsidenten legt er sich seit geraumer Zeit immer wieder gerne an.