Selber Job, weniger Geld: Die Gender-Pay-Gap macht auch vor Hollywood nicht halt. Das hat Schauspielerin Robin Wright (51) jetzt schmerzlich erfahren. Sie verdient weniger als ihr Kollege Kevin Spacey (57).

Noch krasser als für die selbe Arbeit weniger Geld zu bekommen, ist die Tatsache, dass die "House of Cards"-Darstellerin Robin Wright von den Machern diesbezüglich angelogen wurde.

Das erzählte sie nun in einem Interview für "The Edit" der Garbage-Sängerin Shirley Manson: "Mir wurde gesagt, dass wir gleich bezahlt werden würden und ich habe ihnen geglaubt. Vor kurzem habe ich herausgefunden, dass das nicht stimmt ... Das ist also etwas, das man überprüfen sollte."

In der Serie gleichberechtigt – im wahren Leben nicht?

Wright und Kevin Spacey spielen in der extrem erfolgreichen Serie das eiskalte Politiker-Paar Francis und Claire Underwood. Und Claire steht ihrem Gatten in Sachen Kaltblütigkeit in nichts nach. Gerade diese Gleichberechtigung habe sie so an der Serie gereizt. Im wahren Leben sieht das anders aus.

Nach Berechnungen der "Huffington Post" müsste ihr Kollege und Filmpartner Kevin Spacey circa 500.000 Dollar pro Episode bekommen, Robin dagegen erhält 420.000 Dollar.

"Claire and Francis sind absolut gleichberechtigt, was ihre Macht, ihre Beziehung und die Handlung angeht. Ich habe vielleicht nicht so Szenen oder Text wie Francis, aber Claire muss auch nicht so viel in Worten ausdrücken. Francis ist ein Redner, ein Poet, ein Demonstrant. Claire sitzt eher im Hintergrund und lenkt ihn, aber sie sind Partner im selben Flugzeug", so Robin, die auch Produzentin der Serie ist, über ihre beliebte Rolle.

Claire war zeitweise populärer als Francis

Schon vor einem Jahr sprach Claire im Forum "Insight Dialogues" über das Thema: Damals dachte sie noch, sie hätte die Verhandlungen "gewonnen": "Ich habe mir Statistiken angesehen und Claire Underwood war zeitweise populärer als Francis. Also habe ich Kapital daraus geschlagen und gesagt 'Ihr bezahlt mich besser oder ich gehe an die Öffentlichkeit'. Und das haben sie getan".

Wie ungleich die Behandlung von Männern und Frauen im Showbusiness ist, zeigt auch schon die Berichterstattung über das Interview: Obwohl es darin hauptsächlich um dieses ernste Thema dreht, macht zum Beispiel die "Daily Mail" den Artikel mit einem Oben-ohne-Bild von Robin Wright auf. (mia)

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