Sibylle Rauch und Co.: Das wurde aus den "Eis am Stiel"-Darstellern

Im Jahr 1979 landete Regisseur Boaz Davidson mit seinem Film "Eis am Stiel" einen riesigen Erfolg. Die drei israelischen Freunde Benny, Bobby und Johnny waren so beliebt, dass sieben weitere Filme folgten. Darsteller wie Sibylle Rauch wurden durch die Reihe berühmt. Was aus den Schauspielern geworden ist, erfahren Sie hier. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Die "Eis am Stiel"-Filme handeln von drei Freunden, die in den 50er-Jahren in Tel Aviv (Israel) aufwachsen. Vor allem Partys und Mädchen haben die Jugendlichen im Kopf. Die Hauptrollen Benny, Johnny und Momo wurden dabei von Yiftach Katzur, Zachi Noy und Jonathan Sagall verkörpert.
Yiftach Katzur begann seine Karriere als Schauspieler mit 17 Jahren am Theater. Mit seiner Darstellung des Benny schaffte er den Durchbruch. Einen Versuch wagte er nebenbei auch in Hollywood als er 1984 den Film "Der Ambassador" drehte.
Katzur (Foto, r.) trat nach dem finalen "Eis am Stiel"-Teil nur noch selten in Filmen auf. Sein letzter Kinofilm "Gentila" (1997) wurde beim Hifa Film Festival ausgezeichnet. 2015 war er in der Serie "Disney’s North Star" in einer Episodenrolle als David zu sehen. Heute ist er vor allem als Unternehmer tätig.
Zachi Noy wurde in Israel nach seiner "Eis am Stiel"-Zeit ein erfolgreicher Serienstar. Für seine Leistung in "Ramat Aviv Gimmel" wurde er mehrfach ausgezeichnet. Außerdem trat er als Komiker auf und versuchte sich als Musiker.
Aber auch im deutschen TV war der Darsteller schon öfters zu sehen. 2019 nahm er beim "Supertalent" teil und hatte 2013 in der ProSieben-Show "Applaus und raus“ von Oliver Pocher einen Gastauftritt. 2017 war er bei "Promi Big Brother" (Foto, 4. v. r.). Dort reichte es allerdings nur für den vorletzten Platz.
Jonathan Sagall wanderte 1970 mit seiner Familie von Kanada nach Israel aus. Als Schönling Momo bzw. Bobby wurde er in "Eis am Stiel" bekannt und von Mädchen umschwärmt. Im sechsten Teil der Filmreihe fehlt er allerdings. Der Grund war ein Streit mit dem Regisseur Boaz Davidson.
Nach seinem Engagement in "Eis am Stiel" war Jonathan Sagall weiter als Schauspieler tätig. 1983 spielte er im Drama "Nagu'a" einen homosexuellen Regisseur und sorgte damit in Israel für einen Skandal. Der Schauspieler ist auch als Drehbuchautor und Regisseur aktiv. 2011 erhielt er für den Film "Lipstikka" eine Einladung zu den Filmfestspielen in Berlin.
Sibylle Rauch wurde als Trixie in den "Eis am Stiel"-Filmen berühmt. Ab dem dritten Teil war sie in der erfolgreichen Filmreihe zu sehen. In den 80er-Jahren stieg sie zum deutschen Sexsymbol auf und war Anfang der Neunziger das Werbegesicht der deutschen Ausgabe des Männermagazins "Hustler".
Danach ging es für sie bergab: Rauch versank in einer Kokainsucht. 2006 arbeite sie in einem Bordell und hatte einige Auftritte bei Erotik- und Sex-Messen. 2018 stand sie nach langer Abwesenheit wieder im Rampenlicht – sie war einer der Star-Gäste auf dem Wiener Opernball. 2019 war sie Kandidatin bei "Ich bin ein Star, Holt mich hier raus" und belegte den 11. Platz.
Anat Atzmon übernahm im Alter von 18 Jahren die Rolle der Nili im ersten Teil von "Eis am Stiel". Damit gelang ihr der Durchbruch. Danach wurde es allerdings schnell ruhiger um die Darstellerin.
1992 erreichte sie mit dem Lied "Hatikva" den 6. Platz bei der israelischen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest. Ihr Album "Lila Kar VeDmut Alma" (1992) wurde ein Ladenhüter. Ihr letzter Auftritt als Schauspielerin war 2001 bei der TV-Serie "City Tower".
Mit dem ersten Teil der Jugendkomödie "Eis am Stiel" schaffte auch Ophelia Shtruhl ihren Durchbruch als Schauspielerin. Als Stella verdrehte sie den Jungs die Köpfe. Auch nach dem Film konnte sie sich einen Namen als ernsthafte Darstellerin machen.
In "Der Magier" (1979) brillierte sie neben Alan Arkin und Shelly Winters (Foto) und wurde mit dem Preis als "Beste Schauspielerin des Jahres im israelischen Kino" ausgezeichnet. In der erfolgreichen israelischen Sitcom "Shemesh" spielte sie 1998 die Mutter des Hauptdarstellers. 2011 wirkte sie als Protagonistin in dem Dokumentarfilm "Looking for Moshe Guez" mit.