Der "Tagesschau"-Streit droht zu einer Schlammschlacht zu werden: Nachdem Chefsprecher Jan Hofer seinen ehemaligen Kollegen Marc Bator als Lügner bezeichnet hat, holt dieser nun zum Rückschlag aus. Hofer sei "ein Heuchler" und die Vorwürfe gegen den jetzigen Sat.1-Mann unangebracht. Das Verhältnis zwischen Bator und seinem Ex-Arbeitgeber scheint unwiederbringlich zerrüttet.

Es ist eine Geschichte voller Vorwürfe: Marc Bator hatte sich in einem Interview negativ über seinen ARD-Kollegen Jan Hofer geäußert. Dieser hatte dem ehemaligen "Tagesschau"-Sprecher offenbar seine Abschiedsworte an die Zuschauer verweigert, als er im Mai vom Ersten zu den Sat.1-Nachrichten wechselte. Laut Jan Hofer entspricht diese Behauptung allerdings nicht der Wahrheit, wie er in einem Interview mit dem Magazin "Closer" beteuerte: "Über Marc Bator habe ich mich sehr geärgert, weil er gelogen hat."

Als Lügner will sich Bator aber nicht beschimpfen lassen, weshalb er nun zu einem Rückschlag gegen den "Tagesschau"-Chefsprecher bei "Bild.de" ausgeholt hat: "Ich bin an meinem letzten Tag von unserem Chef vom Dienst angewiesen worden, auf Wunsch des Senders jegliche Abschiedsworte zu unterlassen. Wenn Jan Hofer jetzt etwas anderes behauptet, dann ist er der Lügner, nicht ich."

Bators Senderwechsel scheint offenbar tiefe Wunden auf beiden Seiten hinterlassen zu haben. Dieser Anschein wird noch verstärkt, wenn der Sat.1-Mann weiter nachtritt: "Jan Hofer ist nicht nur ein Lügner, sondern auch ein Heuchler. Vielleicht will er so ja nur von seinen eigenen beruflichen Niederlagen ablenken."

Ist diese Aussage von Marc Bator etwa die nächste Steilvorlage im "Tagesschau"-Streit? Es bleibt abzuwarten, ob Jan Hofer sich nach diesen Vorwürfen erneut zu einer Rechtfertigung gezwungen sieht. (ncs)