Trauer um Gerd Baltus: Von der Theaterbühne zum gefragten Seriendarsteller

Ob "Tatort", "Traumschiff" oder "Derrick": Gerd Baltus war ein gefragter Schauspieler und wirkte in fast allen wichtigen deutschen Serien mit. Am 13. Dezember verstarb er im Alter von 87 Jahren – ein Rückblick auf sein Leben als erfolgreicher Theater-Darsteller, Schauspieler, Ehemann und Vater. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Mitte der 1970er-Jahre ließ er jedoch die Theaterbühne hinter sich und fokussierte sich auf Rollen in Film- und Fernsehproduktionen. Allen voran seine Auftritte in der Fernsehserie "Der Kommissar" (Foto), durch die er seinen großen Durchbruch feierte.
Es folgten größere Engagements in den deutschen Erfolgsserien "Derrick", "Der Alte" (Foto), "Tatort" und "Das Traumschiff". Baltus wurde überwiegend für Rollen schwieriger Sonderlinge oder psychopathischer Charaktere besetzt.
Seinen größten Erfolg feierte der gebürtige Bremer im Jahr 1965, als er den Deutschen Filmpreis für seine Rolle des Leutnant Beckerath in der Thomas-Mann-Verfilmung "Wälsungenblut" erhielt.
Neben der Schauspielerei war Baltus als Hörspielsprecher tätig. So sprach er zum Beispiel den Part des englischen Schriftstellers William Shakespeare in "Das Treffen in Valladolid" (1991).
Sein Sohn, der Schauspieler Philipp Baltus (Foto), folgte ihm vor die Kamera. Auch er wirkte bereits in zahlreichen TV- und Kinoproduktionen mit. Als Vater-Sohn-Duo waren sie außerdem 2012 in der Krimikomödie "Der Mann, der alles kann" zu sehen.
Mutter seines Sohnes ist die Schauspielerin Brigitte Rohkohl, mit der Baltus in zweiter Ehe verheiratet war. Das Paar lebte gemeinsam in Hamburg.
Am 13. Dezember 2019 verstarb Gerd Baltus im Alter von 87 Jahren. Das bestätigte seine Ehefrau gegenüber dem NDR.