Verschwörungstheorien: Diese toten Stars sollen noch leben

Stirbt eine berühmte Persönlichkeit auf tragische Weise, wollen ihre Anhänger es oft nicht wahrhaben - und verstricken sich in wilde Verschwörungstheorien. Diese Stars sollen laut Fans noch quicklebendig sein. © spot on news

Lebt Tupac Shakur noch? Eine Gruppe von Fans ist sich sicher: Der Rapper, der 1996 in Gangster-Manier an einer Straßen-Kreuzung erschossen wurde, weilt noch unter uns. Die bis heute nie ermittelten Täter und sieben veröffentlichte Alben nach seinem Tod sollen Beweis genug sein. Die Gerüchte um seine "Auferstehung" halten sich hartnäckig.
Am 18. September 1970 machte der Tod von Jimi Hendrix die Musikwelt fassungslos. Einige Fans waren sich einig, dass es sich um eine Falschmeldung handeln muss. Zum einen glauben sie an Unregelmäßigkeiten bei der Ermittlung der Todesursache "Tod durch Ersticken", zum anderen behaupten Hunderte Augenzeugen, dass sie den Star-Gitarristen in vielen Städten der Welt gesehen hätten.
Er starb am 3. Juli 1971 in Paris, eine Obduktion wurde jedoch nie durchgeführt. So wurde auch der Tod Jim Morrisons schnell angezweifelt. Selbst ein enger Vertrauter wollte seinen Tod nicht wahrhaben: Doors-Keyboarder Ray Manzarek erklärte immer wieder, dass sein Ex-Bandkollege noch leben könnte und schrieb zu der Theorie noch ein Buch: "The Poet in Exile" (auf deutsch: der Dichter im Exil).
Am 30. November 2013 ereilte Filmfans eine tragische Nachricht: "Fast and Furious"-Star Paul Walker verstarb bei einem Autounfall - soweit die allgemeinen Berichte. Doch die Nachricht über seinen Tod rief Verschwörungstheoretiker auf den Plan. Nach dem Unfall soll Walker abseits des "Fast and Furious"-Sets gesichtet worden sein. Fotos und Videos, die Männer zeigen, die Paul Walker zum Verwechseln ähnlich sehen, sollen dies beweisen.
Ihren Tod konnten die Fans der britischen Königsfamilie nur schwer verkraften: Lady Di starb am 30. August 1997 bei einem tragischen Unfall in Paris. Auch ihr damaliger Partner Dodi Al-Fayed saß im Wagen. Die Medienberichte überschlugen sich und fiktive Bücher wie "Princess Diana the day she didn't die" behaupteten sogar, Diana sei gar nicht gestorben.
Der King of Pop, Michael Jackson, soll noch unter uns weilen, wenn es nach den "Believers" (auf deutsch: Glaubende) geht. Die Fangemeinschaft ist sich sicher: Die Musik-Ikone ist 2009 nicht gestorben. Er habe den Tod vorgetäuscht, um dem öffentlichen Druck zu entkommen. Während einige tatsächlich an ein Comeback des Sängers glauben, sind sich andere sicher, dass er im Untergrund bleiben wird.
Auch der King of Rock'n'Roll, Elvis Presley, soll laut Verschwörungstheoretikern gar nicht mit 42 an einem Herzleiden gestorben sein. Immer wieder behaupten sie, dass er gesichtet worden sei. Doch bei den vermeintlichen Sichtungen handelt es sich wohl eher um die zahlreichen Elvis-Imitatoren, die der Ikone nacheifern.
Manche glauben an einen Selbstmord, andere wollen gar wissen, dass Nirvana-Frontmann Kurt Cobain gar nicht tot ist. Der Rockstar und Teenieschwarm soll nicht an einer selbst zugefügten Schussverletzung gestorben sein, sondern den Suizid fingiert haben, um dem Starrummel und seiner Ehe mit Courtney Love (rechts) zu entkommen.
Andy Kaufman machte sich als Stand-up-Comedian einen Namen und war für seine durchdachten Auftritte berühmt. 1984 erlag er einer Lungenkrebs-Erkrankung – was seine Fans nicht glauben wollten. Sie vermuteten einen perfekt inszenierten Witz, als bekannt wurde, dass Kaufman an einem Drehbuch über einen Mann schrieb, der seine Lungenkrebs-Erkrankung vortäuscht und verschwindet. Auf eine Rückkehr warten seine Fans bis heute allerdings vergeblich.
Zu beinahe jedem Star, der früh und auf unnatürliche Weise starb, gibt es eine Verschwörungstheorie. So wollen auch die Fans von Schauspieler James Dean nicht glauben, dass er mit nur 24 Jahren bei einem Autounfall 1955 ums Leben kam. Eine Rekonstruktion des Crashs soll laut der Theoretiker beweisen, dass der Unfall für Dean nicht tödlich enden konnte.
Der Ex-Beatle Paul McCartney lebt zwar noch, doch war der Bassist der berühmten Band schon einmal totgesagt. Angeblich sei der "echte" McCartney bei einem Autounfall 1966 ums Leben gekommen. Plattencover und Songtexte deuteten für die Verschwörungstheoretiker darauf hin. Seither soll ein Doppelgänger sich als McCartney ausgeben. So, so.
Jesse Woodson James (1847-1882) machte mit zahlreichen Bank- und Zugüberfällen von sich reden. Doch dann wurde er von zwei Freunden ermordert und bald als Märtyrer bezeichnet. 1948 dann die Sensation: Ein hundertjähriger Mann in der Stadt Lawton, Oklahoma, behauptete in einer notariellen Beglaubigung, der vermeintlich untergetauchte Jesse James zu sein. Man schenkte ihm keinen Glauben.
Fest steht, dass Jesse James bis heute eine Ikone des Wilden Westens ist und in der Film- und Musikwelt einen festen Platz einnimmt. Johnny Cash und Brad Pitt (Foto) haben ihn in Filmen verkörpert, John Lee Hooker, Cher und Bruce Springsteen haben ihm Songs wie "Ballad of Jesse James" gewidmet.