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Welt-AIDS-Tag: Diese Stars lebten oder leben mit dem HI-Virus

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Seit 1988 findet jährlich der Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember statt. Er soll unter anderem dazu aufrufen, offen mit dem Thema HIV umzugehen. Stars wie Charlie Sheen oder der Basketballer Earvin "Magic" Johnson sind selbst HIV-positiv und unterstützen nicht nur AIDS-Stiftungen finanziell, sondern tragen auch dazu bei, dass die Krankheit offen thematisiert wird. Sehen Sie hier, welche Prominenten noch HIV-positiv sind. © teleschau - der mediendienst GmbH

Am Freitag, 1. Dezember, ist Welt-AIDS-Tag. Auch zahlreiche Stars hat die Krankheit schon getroffen. Manche gehen offen damit um, manche verbargen, dass sie HIV-positiv waren. Sehen Sie hier, welche Stars die Diagnose bekommen haben.
Der Queen-Frontmann Freddie Mercury ist wohl einer der bekanntesten Stars, die an HIV litten. Ungeklärt ist bis heute, wann er seinen Bandmitgliedern von der Erkrankung erzählte.
Kurz vor seinem Tod bestätigte Freddie Mercury öffentlich, dass er an AIDS erkrankt sei. Davor war es ein großes Geheimnis und auch seine Familie wusste lange nichts. Am 24. November 1991 verstarb der Sänger.
Rock Hudson war der unbestrittene Frauenschwarm 50er- und 60er-Jahre. Damals wusste die Öffentlichkeit nicht, dass der Schauspieler homosexuell war. Im Sommer 1985 brach er in Paris zusammen und es wurde bekannt, dass er an AIDS litt. Hudson selbst wusste das bereits. Am 2. Oktober 1985 verstarb er.
Klaus Nomi wurde in Immenstadt geboren, doch nachdem der musikalische Durchbruch in Deutschland ausgeblieben war, versuchte er sein Glück in Amerika - mit Erfolg. 1979 stand er mit David Bowie auf der Bühne. Etwa im Jahr 1982 bekam der Countertenor die Diagnose HIV. Damals war die Krankheit noch weitgehend unbekannt. Im August 1983 verstarb der Sänger.
Anthony Perkins (mit Zsa Zsa Gabor) behielt seine AIDS-Erkrankung für sich. Nur seine Ehefrau wusste davon. Etwa sechs Jahre nachdem er die Diagnose bekommen hatte, verstarb der Schauspieler, der als Norman Bates im Hitchcock-Klassiker "Psycho" begeisterte, im Jahr 1992 an einer Lungenentzündung.
Science-Fiction-Autor Isaac Asimov infizierte sich mit den HI-Viren während einer Bluttransfusion, die bei einer Bypass-Operation nötig war. Im April 1992 versagten Herz und Niere, die durch die Krankheit geschwächt waren.
Als Marcus Brody in den "Indiana Jones"-Filmen wurde Denholm Elliott (mit Marianne Faithfull) berühmt. Der britische Schauspieler zog sich die HI-Infektion ebenfalls durch eine Bluttransfusion zu und verstarb schließlich im Jahr 1992.
Der Pianist und Entertainer Wladziu Valentino Liberace, besser bekannt nur unter seinem letzten Namen, verstarb im Alter von 67 im Jahr 1987 an AIDS. Sein Leben lang stritt er ab, homosexuell zu sein, und bestätigte dies schließlich sogar unter Eid.
Kaum etwas war über das Privatleben von "Tatort"-Star Klaus Schwarzkopf (rechts, mit Rudolf Beiswanger) bekannt. Nachdem er 1991 an AIDS gestorben war, veröffentlichten die Zeitungen aber, dass er jahrelang mit dem Tänzer und Regisseur Hubertus Moeller liiert war.
Georg Uecker (rechts mit Claus Vincon) geht offen mit seiner Homosexualität um. Dass der "Lindenstraße"-Darsteller HIV-positiv ist, wurde erst 2016 bekannt.
Der Basketball-Star Earvin "Magic" Johnson erfuhr bei einer Routineuntersuchung vor der Saison 1991/92, dass er HIV-positiv sei. Sofort beendete er seine Karriere und machte seine Krankheit öffentlich. Seitdem engagiert sich der Sportler im Kampf gegen Aids und gründete seine eigene Stiftung.
Greg Louganis ist mehrfacher Welt- und Olympiasieger im Turmspringen. Dabei verschwieg er nicht nur dem Publikum, sondern auch den behandelnden Ärzten, die ihn bei einem Sturz versorgten, dass er HIV-positiv ist. Seit 1988 hatte er die Diagnose, erst 1994 machte er sie öffentlich. Inzwischen ist er AIDS-Aktivist und setzt sich für die "Gay Games" ein.
"HIV-positiv zu sein bedeutet nicht, dass man AIDS hat. Meine Lebenserwartung ist nicht geringer als die jedes anderen Menschen, daher gibt es keinen Grund zur Panik", erklärte Erasure-Sänger Andy Bell in seinem Statement, dass er HIV-positiv sei. Bereits 1998 bekam er diese Nachricht, an die Öffentlichkeit ging er damit erst im Jahr 2004. Um HIV und AIDS herrsche immer noch eine unglaubliche Hysterie und Ignoranz, erklärte er damals.
In einem Interview mit der Times im Jahr 1993 gab Holly Johnson zu, dass er HIV-positiv sei. Der Sänger der Band Frankie Goes to Hollywood berichtete über zehn Jahre später laut "Focus online": "Ich hatte damals jeden Morgen Angst, dass dies mein letzter Tag sein könnte, dass ich sterben würde." Heute gehe es ihm dank Medikamente aber gut.
Schauspieler Charlie Sheen erklärte in der TV-Show "Today Show" im Jahr 2015: "Ich bin hier, um zuzugeben, dass ich tatsächlich HIV-positiv bin". Gleichzeitig erzählte er, dass er die Diagnose schon vier Jahre zuvor bekam. "Die drei Buchstaben waren schwer zu verdauen. Sie markierten einen Wendepunkt im Leben."
Seine Diagnose vertraute Charlie Sheen einigen Menschen in seinem Umfeld an, was ihn später aber teuer zu stehen kam. Denn er wurde damit erpresst, dass man seine Krankheit öffentlich machte. Der "Two and a Half Men"-Star zahlte für das Schweigen der Eingeweihten.
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