Vom Busenblitzer bis zur Hitler-Imitation: Die größten Skandale des Wiener Opernballs

Nippelalarm, eine Prügelei und noch vieles mehr: Der Wiener Opernball kommt nicht ohne handfeste Skandale aus. Die letzten Jahre waren gespickt mit allerlei Aufregern rund um das gesellschaftliche Großereignis. © spot on news

Grace Jones ist für ihre schrillen Outfits und extrovertierte Art bekannt. Einen entsprechenden Auftritt legte sie auch 1996 auf dem Wiener Opernball hin. Sie soll sich hinter dem Vorhang der Lugner-Loge mit ihrer Begleitung vergnügt haben, ist sich auch der Baulöwe sicher: "Es war akustisch wahrnehmbar."
Als Sarah Ferguson, einst Herzogin von York, 1997 auf dem Wiener Opernball erschien, wollte sie auch als Adlige begrüßt werden. Doch zu diesem Zeitpunkt war sie kein Mitglied des britischen Königshauses mehr, denn sie war bereits von Prinz Andrew geschieden.
Im Jahr 2000 protestierte der Schauspieler und Regisseur Hubsi Kramar gegen die damalige Regierung von ÖVP und FPÖ – im Hitler-Outfit. Noch bevor er überhaupt in die Nähe der damaligen Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer kommen konnte, wurde er unsanft vom Opernball entfernt.
Sie kam, zickte und ging: So schnell konnte Richard Lugner gar nicht schauen, da machte sich sein Ehrengast Geri Halliwell wieder aus dem Staub. Mit dem Ex-Spice-Girl bekam der Wiener Opernball 2004 weniger Pep als gedacht.
Als schüchtern kann man Burlesque-Künstlerin Dita Von Teese wohl nicht bezeichnen. Doch der Medienrummel auf dem Wiener Opernball 2008 war ihr einfach zu viel: Sie flüchtete auf die Toilette und forderte Polizeischutz an.
Für Aufsehen sorgte 2014 eine Schlägerei. Ein Begleiter von Moderator Johannes B. Kerner ließ sich zu einem Faustschlag hinreißen. Über die genauen Umstände wissen bis heute wohl nur die Beteiligten selbst Bescheid.
Am Ende gab es einen blutenden Verletzten und jede Menge Gesprächsstoff.
Der österreichische Moderator Christian "Chris" Stephan (r., hier mit Johannes B. Kerner) sorgte hingegen mit seinem Outfit für Aufsehen.
Mit schwarz angemaltem Gesicht gab er sich als Kanye West aus. Kim Kardashian, mittlerweile Kanye Wests Ehefrau, war damals die prominente Begleitung von Richard Lugner. Blackfacing gilt als rassistischer Affront - Kim zeigte sich dementsprechend schockiert und …
… verließ eilig die Veranstaltung. "Ein echter Albtraum, es war so rassistisch", so das wenig erfreuliche Fazit des amerikanischen Reality-TV-Stars nach dem Wiener Opernball 2014.
Im selben Jahr sorgte auch Oliver Pocher in einem Interview mit einer Anspielung auf Kanye Wests Song "Niggas In Paris" für Unmut. Kim Kardashian konnte es nicht fassen: "Oh mein Gott, hat er das jetzt echt gesagt?", fragte sie ungläubig.
Tief blicken ließ Elisabetta Canalis ein Jahr später. Beim schwungvollen Walzer mit Lugner verrutschte das Kleid der Italienerin und die Fotografen drückten auf den Auslöser. Canalis lächelte den Fauxpas einfach weg.