Goldie Hawn: Von der kleinen Ballett-Tänzerin zum großen Hollywood-Star

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Für ihre schauspielerische Darbietung in "Die Kaktusblüte" erhielt Goldie Hawn 1970 einen Oscar. 47 Jahre später ist sie nicht nur ein gefeierter Hollywoodstar, sondern auch das Highlight beim Wiener Opernball von Richard Lugner. © top.de

Am 21. November 1945 wurde Goldie als Aranka Jean Hawn in Washington D.C. geboren – ihre Eltern Edward und Laura benannten sie nach ihrer Tante mütterlicherseits. Goldies Vorfahren stammen aus Ungarn und wanderten aus Glaubensgründen in die Staaten aus. Goldie sowie ihre Geschwister Patricia und Edward jr. wurden im jüdischen Glauben erzogen. Bereits im Alter von drei Jahren nahm sie Ballett- und Stepptanz-Unterricht, gehörte 1955 zum Corps de ballet des Ballets Russes de Monte Carlo und tanzte im Kunstmärchen "Der Nussknacker" mit.
Hawns Karriere als Schauspielerin begann 1967 als Sandy in der CBS-Fernsehkomödie "Good Morning, World". Darin spielte sie die Rolle eines "dummen Blondchens" und die Freundin eines Radio-Disc-Jockeys. Doch erst durch ihre Auftritte in der Sketch-Comedy-Show "Rowan & Martin's Laugh-In" im Jahr 1968 gelang es ihr, die internationale Aufmerksamkeit der Medien auf sich zu ziehen. Dabei sorgte vor allem ihr Stil bei den TV-Zuschauern für Lacher: Mitten in einem Witz begann sie hysterisch zu kichern und im nächsten Moment legte sie wieder eine perfekte Performance hin.
In der romantischen Komödie "Die Kaktusblüte" mimte Goldie Hawn die junge Toni Simmons, die mit dem etwas älteren Zahnarzt Dr. Julian Winston (gespielt von Walther Matthau) liiert ist. Der ist mit der temperamentvollen Toni überfordert und kann sich absolut nicht vorstellen, mit ihr den Bund der Ehe einzugehen. Um eine Hochzeit zu umgehen, gaukelt er ihr vor, bereits seit zehn Jahren verheiratet zu sein und drei Kinder zu haben, woraufhin Toni versucht sich das Leben zu nehmen. Für ihre Darbietung der schwer verliebten Toni erhielt die damals 25-jährige Goldie im Jahr 1970 den Oscar und Golden Globe als "Beste Nebendarstellerin".
Am 16. Mai 1969 heiratete Goldie den Tänzer Gus Trikonis im hawaiianischen Honolulu – vier Jahre später war schon wieder alles vorbei. Obwohl Goldie und Trikonis seit 1973 in Trennung lebten und sie in der Zwischenzeit Stuntman Ted Grossman und später den schwedischen Schauspieler Bruno Wintzell datete, reichte sie erst Ende 1975 die Scheidung ein. Grund dafür war Bill Hudson, Musiker der Band "Hudson Brothers".
Sänger Bill Hudson lernte Goldie während eines Fluges von New York nach Los Angeles im Sommer 1974 kennen. Die beiden verliebten sich ineinander und verlobten sich 1975. Zu diesem Zeitpunkt war sie allerdings noch mit Gus Trikonis verheiratet. Hawn reichte die Scheidung ein, die im Juni 1976 rechtskräftig wurde. Einen Monat später, am 3. Juli 1976, heirateten Bill und Goldie in Maryland. Aus der Beziehung gingen zwei Kinder hervor: Oliver und Kate Hudson – beide Schauspieler. Aber auch diese Ehe hielt nicht lang, Bill ließ sich im März 1982 von der zweifachen Mutter scheiden.
Obwohl Goldie Hawn und Kurt Russell erst 1983 ein Paar wurden – die Beziehung hält bis heute – lernten sich die beiden bereits 1968 während der gemeinsamen Dreharbeiten zu "The One and Only, Genuine, Original Family Band" kennen. Es sollte aber nicht die einzige Zusammenarbeit bleiben: Auch 1984 standen Kurt und seine Freundin im Liebesdrama "Swing Shift – Liebe auf Zeit" gemeinsam vor der Kamera, sowie 1987 in "Overboard – Ein Goldfisch fällt ins Wasser" (Foto).
1986 präsentierte Goldie ihren kugelrunden Babybauch. Zu diesem Zeitpunkt war sie mit ihrem dritten Kind, Sohn Wyatt, schwanger. Papa des inzwischen erwachsenen "Black Mirror"-Schauspielers ist Hollywoodstar Kurt Russell.
1992 überzeugte Goldie als Helen Sharp in der Fantasy-Komödie "Der Tod steht ihr gut". Darin spielte sie die übergewichtige Verlobte des Schönheitschirurgen Ernest Menville (Bruce Willis), der sie für die attraktive Schauspielerin Madeline Ashton (Meryl Streep) verlässt. Nach sieben Jahren will sie sich endlich an Madeline rächen und erhält ein Elixier, das sie jugendhaft schön erscheinen und unsterblich werden lässt. Der Film gewann im selben Jahr den Oscar und BAFTA Award in der Kategorie "Beste Visuelle Effekte".
Eine superglückliche Familie: Goldie Hawn 1996 mit ihren Kindern Kate (links), Wyatt (mitte) und Oliver (rechts).
Am 9. Februar 2005 durfte sich Goldie über den "Goldene Kamera"-Award für ihr Lebenswerk freuen, den sie in Berlin entgegennahm. Seitdem sie 2002 das letzte Mal für den Film “Groupies Forever” vor der Kamera stand, engagiert sie sich vor allem für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender, kurz LGBT-Community genannt.
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