"Die 2": Fiese Läster-Pfeile gegen Sylvie Meis

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Gastgeberin Barbara Schöneberger zeigte bei der nunmehr 18. Sendung von "Die 2 - Gottschalk & Jauch gegen alle" eher diffuse Vorlieben für sehr unterschiedliche Männertypen. Einmal wollte sie stramme Muskeltypen kneten und schmachtete dann doch einen eher hageren Sänger aus Norwegen an. Auch brach sie mit einem sozusagen ungeschriebenen Gesetz. Sie lästerte gegen eine Kollegin. © teleschau - der mediendienst GmbH

Gastgeberin Barbara Schöneberger schwebte ein auf Wolke sieben. Genauer: auf den Schultern ziemlich strammer Burschen. "Sind das nicht großartige Männer? Allesamt mit großartigem Charakter", jubelte sie. Auch wenn sie sich noch so aufplusterten: Einen solchen "Charakter" werden Günther Jauch und Thomas Gottschalk in ihrem Alter - 61 und 67 - wohl nicht mehr erreichen.
Im Pott bei "Die 2" lagen diesmal 200.000 Euro. Nur einer, der diese hohe Summe vielleicht auch haben wollte, war nicht dabei: Frank Buschmann. Eine Erkältung fesselte ihn ans Bett. Für "Buschi" als Schiedsrichter sprang ein: Patrick Linke. Wenn man ihn sieht, kennt ihn niemand. Wenn man ihn hört, jeder. Linke ist derjenige, der den täglichen Werbejingle "Mein RTL" eingesprochen hat.
Vor dem ersten Spiel "Waschtag" wurden Jauch und Gottschalk gefragt, ob sie denn auch wüssten, wo bei ihnen daheim die Waschmaschine stünde. Gottschalk behauptete: "Ja, natürlich!" Jauch hingegen meinte, er sei schon lange von Waschen und Bügeln befreit.
Da hatte die Schöneberger wieder ihre Freude daran. Wie schon ganz zu Beginn der Sendung, durfte sie auf den breiten Schultern ihrer strammen Burschen "reiten". Für ein erstes Spiel wurde sie zum "Wäschestück". Schöneberger fragte sich: "Wann hat das das letzte Mal jemand zu mir gesagt?"
Das war schon gemein von Gottschalk. Beim "Aufhängen" von "Wäschestück" Schöneberger lästerte er. "Man weiß ja, dass sie in der Mitte am schwersten ist." Ziemlich genial allerdings war ihr Konter darauf. Schöneberger: "Ich habe auch sehr dicke Unterschenkel".
Da hing es nun, dieses "Wäschestück" Schöneberger. Bewegen konnte sie sich nicht, quasseln dafür umso mehr. Während Gottschalk/Jauch gegen ein Vater-Tochter-Gespann abwechselnd die tragenden Wäscheklammern von der Leine zupften, leistete sie sich einen Seitenhieb gegen eine Kollegin. "Das Spiel ist konzipiert für Sylvie Meis! Das sollte ein dreistündiger Klammermarathon werden." Ob die geschasste "Let's Dance"-Kollegin jetzt leichter "loslässt"?
Thomas Gottschalk zupfte schließlich an der "falschen" Wäscheklammer. Die Schöneberger plumpste. Sie landete wenigstens weich auf einem Matratzenlager. Das Publikum holte so seinen ersten Punkt gegen "Die 2".
Beim Spiel "Tierisch abgefahren" knuddelte Gottschalk mit einem Labrador-Welpen. Muss man schon sagen, das Hündchen stand dem Entertainer wirklich gut. Die Schöneberger leicht bissig dazu: "Ich finde schon, ein Hund muss auch zu den Möbeln passen."
Mit "süß" war's dann schnell vorbei. Unter Aufsicht von Martin Rütter, dem Hunde-Profi, setzte eines der Welpen ein Häufchen in den "Auslauf" hinein. Streicheln wollten Gottschalk, Schöneberger Jauch fortan nicht mehr.
Beim Spiel "Durchgeknetet" bildeten Rütter und Laura Wontorra gegen Gottschalk/Jauch ein Team. Die hinten sitzende Moderatorin formte mit ihren Händen Begriffe wie "Kerze", die der vorne sitzende Rütter erraten musste. Die Kneterei wurde bei den beiden wie darauf folgend bei Gottschalk/Jauch zu einer manchmal seltsamen Fummelei.
Am Ende des Spiels musste Wontorra respektvoll gratulieren. Jauch/Gotschalk erkneteten und errieten eindeutig mehr Punkte. "Wir kennen uns eben sehr lange", begründete Gottschalk den klaren Sieg. Zwischen Wontorra und Rütter hingegen herrschten zu viele Berührungsängste.
Barbara Schöneberger zeigte am Demonstrationsobjekt Jauch, wie eine Maschine zum Schokoladeschnupfen funktioniert. Ja, so etwas gibt es wirklich. Der belgische Chocolatier Dominique Persoone hatte sie extra für die Rolling Stones erfunden. Schließlich ist bekannt, dass die Rock-Opas zumindest früher keine Kostverächter waren.
Als musikalische Stargäste waren a-ha ins Studio geladen. Die Norweger performten - Überraschung - ihren zugegebenermaßen sehr guten Hit "Take On Me" in einer Unplugged-Version. Schöneberger kam bei der Anmoderation aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. "Einmal neben Morten Harket stehen: Das ist der Traum meiner Jugend!"
Vielleicht aber war es besser, dass die Schöneberger ihr früheres Idol aus Norwegen nicht schon in verträumten Teenie-Jahren kennengelernt hatte. Denn, wie Harket erzählte, "spielte" er als Kind gerne mit Herzen. Mit echten! "Sie lagen auf dem Tisch, und ich habe sie mir sehr genau angesehen", so der Sänger. Der Grund für diese doch sehr skurrile Geschichte war: Harkets Vater arbeitete einst in einer Pathologie und nahm seinen Sohn mit zum Job.
Nach einem durchaus lustigen Pac-Man-Spiel in einer XXL-Variante, bei der sogar Morten Harket als "Coach" mitmachte, erlebten Jauch/Gottschalk ihr Desaster. Beim "Schlager-Quiz" sollten sie sehr bekannte Songs erraten, die von leblos wirkenden Computerstimmen wie "Siri" und "Alexa" eingesprochen wurden.
Gottschalk und Jauch lagen anders als das Publikum beim Songs-Erraten eigentlich immer daneben. Überragend dagegen: Schöneberger. Jeden der gefragten Schlager-Hits performte sie anschließend live. Das machte "Atemlos". Und manchmal wurde es auch schlüprfig, wenn die Gastgeberin das Original spontan umtextete und von gespreizten Beinen sang.
Und noch einmal Action: Rütter und daraufhin Jauch mussten schnellstmöglich radeln, bevor ihnen unweigerlich ein mit Wasser gefüllter Ballon auf den Kopf platschte. Gleichzeitig mussten eine Studio-Kandidatin und dann Gottschalk möglichst viele Fragen richtig beantworten.
Bei "Die 2" gehört es dazu, dass sich Gottschalk und Jauch immer auch zum Affen machen. Beim Spiel "Made in Japan" führte Gottschalk ein Trainingsgerät für die Gesichtsmuskeln vor. Ja, so etwas gibt es in Fernost wirklich. Und wer damit trainiert, sieht eindeutig sehr dämlich aus.
Zum Finale kam es wie gewohnt zum "Großen Knall". Für den Studiokandidaten Detlev galt es, Fragen richtig zu beantworten und damit den beiden Gegnern Luft in einen übergroßen Luftballon zu füllen. Wer diesen zum Platzen brachte, gewann das Spiel. Einmal mehr gelang das in der 18. Folge der Show Jauch und Gottschalk. Der Jackpot bleibt also ungeleert bis zum nächsten Mal ...
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