Stefan Raab versucht sich an die Fußballeuphorie rund um das Champions-League-Finale anzuhängen - und scheitert damit im ganz großen Stil. "Absolute Mehrheit" kam am Sonntagabend auf einen Marktanteil von gerade einmal 5,3 Prozent in der Zielgruppe." Damit halbiert Raab mal eben den Senderschnitt.

Nur 0,54 Millionen Zuschauer wollten am Abend den Talk zum Thema "Was kann die Politik vom Fußball lernen?" sehen. Das entspricht beim Gesamtpublikum einer Einschaltquote von 2,9 Prozent - so wenig wie bislang nie bei einem Raab-Event. Auch in der Zielgruppe sah es nicht besser aus: 0,42 Millionen Zuschauer und ein Marktanteil von 5,3 Prozent sind desaströs.

Vor allem im Hinblick auf die Bundestagswahl im Herbst wäre es für Raabs Polit-Talk wichtig gewesen, sich mit besseren Werten etablieren zu können. So wird die Suche nach interessanten und hochkarätigen Talkgästen wohl noch einmal deutlich schwerer. Schon jetzt diskutierte bestenfalls die C-Riege der Parteien: Die Politiker Lasse Becker von den Jungen Liberalen, Garrelt Duin von der SPD und Cornelia Otto von den Piraten dürften vorab nur einem wirklich an Politik interessierten Publikum bekannt gewesen sein.

Einzig die Linke ließ es sich nicht nehmen, mit Klaus Ernst eines ihrer bekannteren Gesichter in die Show zu schicken - und der gewann dann auch prompt im Zuschauervoting.