Das sind die absurdesten Filmtitel-"Übersetzungen"

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Englisch ist nicht gleich englisch - zumindest hat man oft den Eindruck, wenn man die deutschen Versionen der Filmtitel anschaut - die sind nämlich alles andere als deutsch. © teleschau - der mediendienst GmbH

2008 begann mit "Taken" für Liam Neeson sein zweiter Karrierefrühling als Action-Held. Nur in Deutschland nicht: Hier kam der Auftakt zur Trilogie unter dem Titel "96 Hours" in die Kinos. Bei den Fortsetzungen entschied man sich für Doppeltitel wie "96 Hours - Taken 2".
2011 festigte Liam Neeson (mit January Jones) seinen Ruf als neuer Actionheld mit dem Thriller "Unknown Identity", der eigentlich nur "Unknown" hieß. Allerdings gab es 2006 schon einen Film mit diesem Titel.
Ein Stück vom Originaltitel weggelassen wurde hingegen beim Oscarerfolg "Silver Linings" mit Bradley Cooper und Jennifer Lawrence. Ob der Verleih die Befürchtung hatte, "Silver Linings Playbook" könnte das deutsche Publikum überfordern?
Im Fall von "Kill The Boss" dürfte das tatsächlich die Überlegung dahinter gewesen sein. Zwar ist der Originaltitel "Horrible Bosses" inhaltlich genauso leicht verständlich, die Aussprache für deutsche Zungen jedoch nicht ganz so einfach.
Manchmal versuchen deutsche Verleihe jedoch auch, mit einem selbstgefundenden Filmtitel an einen anderen erfolgreichen Film zu erinnern. So lief die Komödie "My Life in Ruins" (2009) hierzulande unter dem Titel "My Big Fat Greek Summer" - in Anlehnung an die Komödie "My Big Fat Greek Wedding", mit der Hauptdarstellerin Nia Vardalos 2003 bekannt wurde.
Das dürfte auch der Grund sein, warum "The Spy Who Dumped Me" am 30. August unter dem Titel "Bad Spies" in die Kinos kommen wird - immerhin feierte Hauptdarstellerin Mila Kunis als eine der "Bad Moms" ihren bislang größten Erfolg.
Im Falle der Komödie "Catch Me!", die am 26. Juli in die Kinos kommt, war vermutlich ausschlaggebend, dass der Originaltitel "Tag" hierzulande eher deutsch als englisch gelesen werden dürfte: das Verb "tag" heißt im Englischen "fangen".
Manchmal sind die Vokabeln in US-Filmtiteln auch für Deutsche mit sattelfestem Englisch schlicht zu ungebräuchlich - oder hätten Sie auf Anhieb sagen können, dass "hogs" Schweine heißt? Nein? Dann ist es wohl doch besser, dass "Wild Hogs" hierzulande "Born to be Wild - Saumässig unterwegs" heißt.
Unnötig schwer ging 2014 der Titel des zweiten "Captain America"-Films über die Lippen: "The Return of the First Avenger", wohl um die Brücke zum ersten Teil "Captain America: The First Avenger" und "The Avengers" zu schlagen. Eigentlich hieß der Comic-Film schlicht "Captain America: The Winter Soldier".
Immerhin blieb Disney Deutschland konsequent: So kam "Captain America: Civil War" 2016 als "The First Avenger: Civil War" auf die Leinwand. So weit, so gut, aber ...
... warum 2013 der Titel "Thor - The Dark World" in "Thor - The Dark Kingdom" umgeändert wurde, weiß nur Micky Maus. Wenn überhaupt.
Und wenn wir schon mal bei Disney sind: Dass "Zootopia" hierzulande "Zoomania" heißt, hat auch niemand verstanden, oder?
Die Gitarre, die auf dem Plakat zwischen Keira Knightley und Mark Ruffalo stand, war wohl nicht offensichtlich genug: Der Musikfilm "Begin Again" - also etwa "Fang nochmal an" - wurde kurzerhand in "Can a Song Save Your Life?" umbenannt. Es geht übrigens um Musik.
Grundregel: Geht es in Filmen vorwiegend um junge Frauen, muss im deutschen Titel grundsätzlich das Wort "Girls" fallen. Beweisstück A: die Cheerleader-Komödie "Bring it on", hierzulande bekannt als "Girls United".
Gut, im Falle von "Mean Girls" war das "Girls" schon da. Aber "Girls Club - Vorsichtig bissig"? Das geht auch besser.
Eine "Rough Night", also eine harte Nacht, hatten Scarlett Johansson und Co. letztes Jahr im Kino hinter sich. Da klingt "Girls' Night Out" - also Mädelsabend - irgendwie ziemlich harmlos und nichtssagend.
In "Sin Eater - Die Seele des Bösen" soll Heath Ledger (rechts, mit Benno Fürmann) als Priester den Tod des Anführers eines Geheimordens aufklären. Daher auch der Originaltitel "The Order". Zu wenig für den deutschen Markt, da macht man lieber einen "Sin Eater" draus, das klingt doch gleich viel dramatischer.
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