Seinen Urlaub verbringt man in der Regel nicht mit irgendwem. Und so sucht sich Bachelorette Maxime Herbord am Mittwochabend mit Muttis Verhör-Hilfe ganz genau aus, wen sie mit in die Dreamdates nehmen wird. Nachdem sie dabei auch den letzten der Herren mit Küssen versorgt hat, fällt ihre Wahl überraschend aus. Zumindest für den Kandidaten.

Christian Vock.
Eine Kritik
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Von außen betrachtet, mag es Schlimmeres geben als ein Leben als Bachelorette. Man kann eine Villa probewohnen, ein bisschen den Bauch in die Sonne strecken, bekommt Häppchen gereicht und gesponserten Alkohol und vor allem wird einem das lästige Männerfinden abgenommen. Kostet ja alles Zeit, Geld und Nerven – warum also nicht die Abkürzung nehmen.

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Gut, man muss sich auch mit Männern unterhalten, die man im normalen Leben noch nicht einmal ignorieren würde, aber die Vorteile scheinen doch zu überwiegen. Am Ende darf man dann nämlich den Testsieger mit nach Hause nehmen.

Es könnte also alles so einfach sein, wäre da nicht diese kleine Klausel mit der Freiwilligkeit. Das Angebot darf bei "Die Bachelorette" nämlich selbst entscheiden, ob es der Nachfrage entsprechen möchte und hier hakt es gerade bei der aktuellen Bachelorette Maxime Herbord. Bereits vier Männer haben von sich aus eine Rückrufaktion gestartet und sich selbst aus dem Angebot nehmen lassen.

Good-Cop-Verhör bei "Die Bachelorette"

Man kann aufgrund des reduzierten Angebots also nur hoffen, dass Maxime jetzt nicht anfängt zu horten, schließlich folgte in der vergangenen Woche auf den Doppelauszug gleich eine amtliche Knutscherei mit Zico. Zwar unter Zuhilfenahme von Alkohol, aber geknutscht ist geknutscht. Aber Hamsterkäufe sehen die Showregeln nicht vor und außerdem bekommt Maxime in der jüngsten Folge auch noch Unterstützung von zu Hause.

Mama Suzanne und Maximes beste Freundin Sophia sind unserer Bachelorette nachgereist und sollen vor Ort das Angebot checken. In Einzelinterviews nehmen die beiden die Herren auseinander, während Maxime mittels "Knopf im Ohr" das Gespräch von außen lenkt. Auch wenn Maxime findet, "die beiden könnten bei der Polizei arbeiten", sind die "Verhöre" dann weniger aufregend als angekündigt. "Das Gespräch war meiner Meinung nach superharmonisch", findet beispielsweise Max.

Raphael sieht das ähnlich: "Ich fand’s angenehm", erzählt der Österreicher und das nicht ohne Grund. "Es ist auf jeden Fall großes Interesse da", kann er nämlich während des Gesprächs einfach so behaupten, ohne Beweise vorlegen zu müssen. Auch, als er einen Witz erzählen soll, kommt er glimpflich davon, als ihm nichts einfällt. Nein, vom angekündigten "Good Cop/Bad Cop"-Verhör war nichts zu sehen, selbst Bibi und Tina stellen härtere Fragen. Und so kommt Mutti Suzanne zu der bahnbrechenden Erkenntnis: "Es ist sehr schwer zu beurteilen."

Maxime Herbord: "Es könnte was in der Luft liegen"

Bahnbrechender ist da schon die kleine Anekdote, die Dominik aus der Herren-Villa erzählt. Als er von seinem Date kam, sollen die Kollegen nicht respektvoll gewesen sein, was Maxime zu dem Schluss führt: "Es nehmen nicht alle so ernst, wie ich dachte, anscheinend." Ansonsten muss Maxime ohne eine Favoriten-Benennung aus der Bekannt- und Verwandtschaft leben und der Zuschauer ohne die ganz große Unterhaltung. "Ich hatte meinen Spaß", meint Maxime trotzdem. Immerhin eine.

Der Rest der Folge ist einigermaßen schnell erzählt. Dominik bekommt eine Video-Schalte in die Heimat und einen Kuss von Maxime, Max nur eine Video-Schalte. Dafür darf er sich abends nochmal mit Maxime treffen, denn die will "ein bisschen gucken, was da ist. Es könnte was in der Luft liegen." Was dieses Was ist, versuchen die beiden bei einem Kuss herauszufinden. Das reicht Max aber nicht und er will noch einmal wissen, wie interessiert Maxime an ihm ist. Am besten auf einer Skala von 1 bis 10.

"Ziemlich weit oben. Du?", antwortet Maxime und Max meint: "Ich auch." Wäre das geklärt. Noch nicht geklärt ist für Maxime hingegen die Frage, ob auch Raphael sie küssen möchte. Er steht von den verbliebenen Vier in diesem Punkt noch unbelastet da und die Antwort lautet: ja. Zumindest schreitet er nach den Video-Grüßen zur Tat. Und dann noch mal. Und zum Abschied noch mal. "Da war ich erstmal sprachlos", gibt Maxime dem Kameramann ein Kuss-Feedback.

"Die Bachelorette": Dominik ist raus

Nicht sprachlos sind Zicos Eltern bei der Video-Konferenz, sondern betreiben stattdessen Werbung für ihren Sohnemann. Der sei laut Mama Zico "ein Sechser im Lotto", doch Zico rückt das gerade: "Das sagst du, weil du meine Mama bist." Der Verdacht liegt natürlich nahe, doch trotz dieser Reklame plagen Maxime Zweifel, ob "ich für Zico nicht zu langweilig bin". Das wissen wir natürlich auch nicht und so geht es mit dieser Wissenslücke noch mal kurz zum Einzeldate mit Zico.

Für Maxime hat das für ein bisschen mehr "Klarheit gesorgt", was auch immer das bedeuten mag. Dass sich beide ganz sympathisch sind, dürfte sich unter Maxime und Zico ja bereits rumgesprochen haben. Und so muss Maxime mit der Null-Erkenntnis "Jeder Mann hat was Anderes, was ihn ausmacht" in die Nacht der Rosen gehen.

Dort sieht Dominik eine "Do or Die"-Situation gekommen, doch ganz so tödlich wird es nicht. Zico, Max und Raphael bekommen eine Rose und wer das "Bacheloretten"-Regelwerk kennt, der weiß, dass sich Dominik die Dreamdates in der kommenden Woche deshalb nur vor dem Fernseher anschauen darf. Der hat "ehrlicherweise nicht damit gerechnet", will sich aber offenbar nicht zurück in Maximes Herz klagen: "Ich akzeptier die Entscheidung natürlich."