"Bares für Rares": Beim Anblick dieses Türgriffs war nicht nur Horst Lichter aus dem Häuschen

Das war ja mal abgefahren: Ein vergoldeter VW-Türgriff brachte Horst Lichter und sein "Bares für Rares"-Team richtig zum Staunen. Ein sensationelles und einmaliges Sammelobjekt für echte Käfer-Fans - so etwas konnten sich die Händler um keinen Preis entgehen lassen. Wie hoch der war, verrät die Bildergalerie ...

Unboxing-Moment bei "Bares für Rares": Beim Anblick des goldenen Türgriffs blitzten Horst Lichters Augen. "Dat kenn ich sogar!", jubelte er vor Freude. Allerdings hatte er bisher noch nie so eine abgedrehte Version davon gesehen - ein wahres Unikat, wie sich gleich herausstellen sollte.
"Volkswagen, der berühmte Käfer, vorne hat der den Kofferraum, den Motor hat der hinten. Und das ist tatsächlich der Griff für vorne für den Kofferraum", sprudelte Horsts Fachwissen aus ihm heraus. Schließlich wollte er Sarah Rössler über ihre Rarität aufklären.
Wofür auch immer, Horst war total aus dem Häuschen: "In Gold hab ich das noch nie gesehen!" Jetzt durfte die junge Lehrerin aus Wuppertal ihr Wissen anbringen: "Mein Opa hat für die Firma Huf gearbeitet, die diese Türgriffe hergestellt hat."
Die Prägung verriet alles Wichtige: Es war der Türgriff Nummer 1.000.000 und wurde am 14.10.1965 produziert. Die Vergoldung war tatsächlich echt, wenn auch nicht besonders wertvoll.
"Mit Sicherheit ist es ein einmaliges Objekt", legte sich Detlev fest. "Und das macht mir Freude", wurde Horst fast ungeduldig. Denn er wollte schnell sein Kärtchen zücken und seinen Händlern das abgefahrene Teil präsentieren.
Käfer-Fans würden dafür bis zu 150 Euro bezahlen, doch wie sah es bei den Trödel-Spezialisten aus? Zumindest verfehlte das Gold seine Wirkung nicht. "Ahhhhhhhh", war Ludwig Hofmaier (rechts) ganz entzückt. "Da kann man sagen: Das ist ein Unikat."
Wolfgang Pauritsch (links) warf gleich mal ein Gebot von 200 Euro in den Raum. Ein guter Preis und höher als der Schätzwert. Doch die Konkurrenz war ebenfalls fasziniert von dem einmaligen Gold-Schatz.
Walter Lehnertz hatte direkt eine Vision vor Augen: "Wenn du zum Oldtimer-Treffen fährst und hast diesen Griff, er is ja original, dann haste aber ein Highlight." Das Bieter-Duell fand zwischen Waldi und Wolfgang statt, die sich gegenseitig überboten.
"Jetz isses nur mehr eine Spinnerei", stellte Wolfgang fest. "Wert ist der das nicht. Aber: Das verkauft man auch an einen Spinner." Und der hieß am Ende ...
... Waldi! Satte 330 Euro blätterte er für den vergoldeten VW-Türgriff auf den Tisch. Für Sarah hatte sich der Besuch bei "Bares für Rares" voll gelohnt: "Dafür werde ich mir einen schönen Abend mit meinen Eltern und meinen Schwestern machen."
Gelohnt hatte es sich auch für die anderen Verkäufer, die ihre Raritäten zu Barem machten. Ein goldenes Medaillon mit Moosachaten aus den 60er-Jahren erzielte mit 930 Euro mehr als den Schätzpreis.
Ein hübsches Landschaftsbild des berühmten Malers Alexander Michelis ging für 1.200 Euro weg.
Ein kunstvolles englisches Teakholz-Schränkchen, vermutlich aus den 20er- oder 30er-Jahren, wurde für 200 Euro gekauft.
Und eine antike Zuckerdose, versilbert mit Glas, schaffte mit 230 Euro mehr als das Vierfache der Expertenschätzung.