"Bares für Rares"-Experte unterschätzt Wert alter Urkunden

Sowas hat Horst Lichter auch noch nicht auf dem "Bares für Rares"-Tisch gehabt! Alte Adelsurkunden, handsigniert von Kaiser Franz Joseph I. und Ferdinand II., inklusive Siegel in hervorragendem Zustand. Was nach einem kleinen Schatz klingt, hält der Experte jedoch nur für mäßig wertvoll - und liegt damit völlig daneben! © 1&1 Mail & Media/teleschau

Der zweite Adelsbrief von Kaiser Ferdinand II. aus dem Jahr 1624 ist hingegen 400 Jahre alt und wesentlich seltener. "Jetzt wird es viel, viel besser", betont der Experte. "Das stammt vom Kaiser des deutsch-römischen Reiches."
"Das ist natürlich schon was Seltenes. Das ist schon eine Nummer", findet Maier. Ein gewisser Christoph Felgenhauer bekam damals den Adelstitel verliehen. Nach dem sächsischen Geschäftsmann ist unter anderem eine Straße in Riesa benannt.
Oder doch? David Suppes (M.), Julian Schmitz-Avila (r.) und Fabian Kahl (nicht im Bild) zeigen jedenfalls reges Kaufinteresse. Das Startgebot von 1.000 Euro wird schnell in Fünfhunderter-Schritten überboten.
Kurz darauf ist mit 4.350 Euro sogar der Wunschpreis locker überschritten. Fabian Kahl heißt der glückliche Käufer: "Schon viel Geld, aber das ist einmalig."
Das sehen auch die anderen Händler so. Lisa Nüdling (l.) schwärmt sogar: "Exzeptionell, einmalig."
Ebenfalls verkauft wird das Ölgemälde einer Seenlandschaft von Ludwig Gschosmann aus der Zeit zwischen 1955 und 1970. Geschätzter Wert: 300 bis 350 Euro.
Von David Suppes gibt es für den Bergsee sogar 500 Euro.
Auf 2.000 bis 2.500 Euro wird der Goldschmuck mit Turmalinen von Robert Merath aus Ulm aus den 1930er- bis 1950er-Jahren geschätzt.
David Suppes einigt sich mit den Verkäufern auf 600 Euro und freut sich: "Dann haben Sie mir gerade meine erste Jukebox verkauft."