"Bares für Rares": Globus glänzt mit Überraschungseffekt

Kommentare19

Horst Lichter fassungslos: Ein kostbar wirkender Globus entpuppte sich als Plastikball. Zum Verkaufsschlager bei "Bares für Rares" wurde er dennoch.

Entsetzt sah der Moderator Sven Deutschmanek dabei zu, wie er den Globus zerlegte. "Jetzt macht er ihn schon kaputt! Das tut mir wirklich leid. Normalerweise geht er sehr sorgsam damit um", entschuldigte er sich für das Verhalten seines Trödel-Kollegen.
Doch der Experte wusste natürlich genau, was er da tat. Der Globus bestand nur aus Kunststoff und war mit Luft gefüllt. "Ach, der ist aufgeblasen?", machte Horst Lichter große Augen. "Ich hab ernsthaft geglaubt, der wäre aus so nem ganz dünnen Holz. Oder aus Glas."
Deutschmanek legte sogar noch nach: "Wenn man's richtig nimmt, haben wir hier im Endeffekt einen bedruckten Wasserball." Nun war der Moderator völlig überrascht.
"Ich hab den in einem Trödelladen in München entdeckt. Ich hab gedacht: Den muss ich haben", war der Verkäufer Alexander Nagler von seiner mitgebrachten Rarität immer noch fest überzeugt.
Zu Recht, wie Deutschmanek fand. Die New Yorker Firma Hammond's hatte den faltbaren Globus in den 50er-Jahren hergestellt: "Zu der Zeit gab es schon Versandhandel."
Der Experte war sogar richtig begeistert: "Ich glaub, heute wäre das ein Verkaufsschlager!"
Horst Lichter war jedenfalls gespannt auf den Schätzwert: "Das macht im ersten Moment optisch deutlich mehr her, als es wirklich ist." Der lag laut Deutschmanek bei 100 Euro.
Das Interesse am Plastik-Globus war überraschend groß. Esther Ollick (vorne) und Lisa Nüdling (hinten) erkannten gleich die Wasserball-Funktion und wollten den Globus ausprobieren.
Zum Glück für die Rarität ging Wolfgang Pauritsch fachmännischer ans Werk. Bevor er mit einem Gebot startete, hakte er nach: "Der Globus kommt aus Amerika?"
"Ein schräger Globus", war er fasziniert. "Ich find den cool. Super dekorativ", stimmte Esther Ollick zu. Ein Duell bahnte sich an ...
... das Ollick gewann. Für 220 Euro durfte sie endlich mit der Weltkugel spielen. "Juhuuu", jubelte sie glücklich. "So was hab ich noch nie gesehen!"
Grund zur Freude hatte am Montag bei "Bares für Rares" auch der Verkäufer einer Mariage aus einer Taschenuhr und einer Longines-Uhr von 1910, die er für 600 Euro an den Händler brachte.
Ein Schmuck-Konvolut aus Kette, Brosche und Uhr mit Diamanten brachte 1.500 Euro ein.
Und eine Majolika-Jardinière von Hugo Lonitz von etwa 1900 erzielte 140 Euro.