"Bares für Rares": Händler strafen Experten Lügen

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Ein tristes Ölbild aus Holland konnte den Trödel-Experten in Horst Lichters ZDF-Show am Freitag einfach nicht begeistern. Zum Glück ging es nicht allen bei "Bares für Rares" so. © teleschau - der mediendienst GmbH

"Oh, Albert", war Horst Lichter völlig verzückt von dem Bild, das ihm sein "Bares für Rares"-Experte Albert Maier in der Freitagssendung vor die Nase hielt. Der konnte die Begeisterung jedoch so gar nicht teilen - obwohl der Maler sogar international bekannt ist. Herbe Enttäuschung für die Besitzer? Überhaupt nicht!
"Es ist ein holländischer Maler, Louis Apol. Der Name ist sehr bekannt in der Kunstwelt", legte Albert vielversprechend los. Apol war ein bekannter Vertreter der Haager Malschule, die zwischen 1870 bis 1920 aktiv war.
"Wie alt ist denn dann das Gemälde?", fragte Horst. "Das dürfte ziemlich sicher zwischen 1870 und 1880 gemalt worden sein", wusste Kunstkenner Albert.
Und dann kamen die großen "Aber": Der Rahmen sei zwar echt, wurde jedoch mehrfach restauriert - und die starken Beschädigungen nach Expertenmeinung "wertmindernd".
Auch das Motiv gefiel dem Experten eher mäßig: "Er hat gute Tage gehabt, er hat schlechte Tage gehabt." Dieses Bild entstand wohl an einem eher schlechten Tag. "Es ist eine triste Darstellung mit viel Grau."
"Es passiert nicht viel auf diesem Bild", redete Albert die Hoffnung auf viel Geld klein. "Obwohl der Name gut ist", schätzte er den Wert auf "nur" 500 bis 600 Euro.
Zum Glück war viel entscheidender, was im Händlerraum passierte. Julian Schmitz-Avila (links) gefiel nämlich das Format von Apols Kunstwerk: "Hochformat ist sehr selten bei ihm. Die meisten Bilder sind Querformat."
Susanne Steiger war auch im Rennen: "Schöne Stimmung auf jeden Fall." Das Bieterduell spielte sich zwischen Julian und Susanne in Fünfzigerschritten ab und war schnell über dem Schätzwert angekommen.
Doch wenn zwei sich streiten, freut sich der Lucki: Von rechts außen bot Ludwig Hofmaier sensationelle 1.000 Euro. "Mit dir hab ich gar nicht mehr gerechnet", ärgerte sich Julian ein wenig über den verpassten Kauf.
"Wir sind hocherfreut!" Ute und Peter hatten sich nie im Leben einen so hohen Preis erträumt: "Wir sind ganz dankbar."
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