Bares für Rares: Horst Lichter hat ein neues Lieblings-Objekt

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Damit hätte niemand gerechnet: Was wie eine ganz normale Stehlampe aussah, entwickelte sich zum Highlight der Dienstagsausgabe von "Bares für Rares". Das kuriose Ding sorgte für große Erheiterung beim gesamten Trödel-Team rund um Horst Lichter. Warum, zeigt die Galerie ... © teleschau - der mediendienst GmbH

Das lustige Teil ließ sich ausfahren und einfahren, ebenso in sämtliche Richtungen schwenken oder als Deckenfluter verwenden. "Das sieht ja fantastisch aus, was du da machst", kamen Horst Lichter vor Lachen fast die Tränen. "Ich hab schon gedacht, der macht die Lampe kaputt, und konnte mich kaum noch halten!"
Seit 50 Jahren hatte Hans Neumann die originelle Lichtquelle in seiner Wohnung stehen. Jetzt sollte sich jemand anderes daran erfreuen. "Da is' wirklich Leben drin", hatte der Moderator bereits große Freude. Doch der Spaß ging noch weiter ...
Allerdings musste Detlev Kümmel die gute Laune etwas crashen: "Das ist keine Designerlampe." Denn ein Urheber ließ sich nicht eindeutig feststellen. Dennoch war die Lampe im Space-Design entworfen worden, absolut typisch für die 60er-Jahre.
"Wir reden von Vintage, wir reden von Space-Age", fuhr der Experte fort. "Die ganze Welt wollte in den Weltraum", deshalb wurden viele Möbel im Raumschiff-Stil entworfen. Acryl, verchromtes Metall und Gummi waren die Materialien für den Außerirdischen-Look.
"Das sieht super aus", beschrieb Detlev weiter. "Die Lampe ist in perfektem Zustand." Einziger Makel: Der fehlende Designer. Dennoch setzte er einen Preis von 250 Euro fest. Aber vielleicht waren die Händler ja bereit, mehr zu bezahlen?
Die hatten jedoch große Fragezeichen im Kopf. "Das is doch nix Besonderes?", fragte sich Händler Julian. "Es ist eine nette Lampe", fiel Jans Urteil etwas positiver aus. Doch beide kannten ja noch nicht den Clou an der Sache ...
Als der Verkäufer die Vorzüge seines Objekts präsentierte, ging den Händlern ein Licht auf. Mit großem "Ahhh" und "Ohhhh" trieb die neu erworbene Erleuchtung denn auch prompt die Gebote in die Höhe.
"Ja, jetzt ist das was Besonderes", revidierte Julian seinen ersten Eindruck. Dieses kuriose Teil wollte sich keiner entgehen lassen. "Ja, jetzt bin ich auch wieder dabei", stieg auch Waldi ins Bieter-Duell ein.
Doch es war Jan, der am Ende für 400 Euro den Zuschlag erhielt. Ein tolles Geschäft für den Lampen-Verkäufer. Einen Geldsegen gab es auch für weitere Objekte ...
350 Euro erzielte eine Muschel-Kamee aus den 30er- oder 40er-Jahren.
370 Euro gab es für eine Bronze-Figur von Hans Müller aus Wien - jedoch nach zähen Geboten.
1.005 Euro Gewinn brachte ein Einarmiger Bandit aus den 30er-Jahren.
Und 1.300 Euro war eine hübsche Kette mit Brillanten aus dem Jahr 1918 wert.
Horst Lichter, der TV-Koch und Oldtimerfan mit dem markanten Schnauzer, führt seit 2013 durch die Trödelshow "Bares für Rares". Es ist derzeit die erfolgreichste Nachmittagssendung des ZDF. Und preisgekürt ist sie seit Neuestem auch.
"Mir fehlen tatsächlich ein bisschen die Worte": Horst Lichter nahm stellvertretend für das "Bares für Rares"-Team die Goldene Kamera entgegen.
Den Freudentränen nah: Horst Lichter bei der Verleihung der Goldenen Kamera 2018 in Hamburg.
Zum Erfolgskonzept der Reihe gehören auch sie, die Experten, die eingangs den Wert der (vermeintlichen) Kunstwerke und Antiquitäten schätzen. Von links: Sven Deutschmanek, Dr. Heide Rezepa-Zabel, Horst Lichter und Albert Maier.
Und das sind fünf der wiederkehrenden Kunst- und Antiquitätenhändler, die der Sendung das gewisse Etwas geben, von links: Wolfgang Pauritsch, Susanne Steiger, Fabian Kahl, Ludwig Hofmaier und Walter Lehnertz. Der (körperlich) Kleinste der Runde ist ein ganz besonderes Original ...
Ludwig Hofmaier, 1941 in Saal an der Donau geboren, war in seinem bewegten Leben vieles: (hochoffizieller) Meister im Kunst- und Geräteturnen, (inoffizieller) "Weltmeister im Handlaufen", Gastwirt, Nachtklubbetreiber sowie - natürlich auch das: Antiquitätenhändler.
Wie lange Horst Lichter (links) und Albert Maier wohl noch im ZDF Antiquitäten unter die Lupe nehmen? "Alles in der Welt hört irgendwann mal auf", orakelte Lichter im Interview mit "Quotenmeter.de". Ein allzu nahes Ende der Sendung stehe zwar nicht an, aber: "Ich werde nicht mit 80 noch auf der Bühne stehen." Ist ja zum Glück noch ne Weile hin ...
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