"Bares für Rares": Darum lief Horst Lichter bei Asia-Spezialität das Wasser im Mund zusammen

Horst Lichter wurde als TV-Koch bekannt. Am Freitag wurde man bei "Bares für Rares" daran erinnert. Der Moderator wollte eine Asia-Antiquität am liebsten anknabbern.

Das Gerät war eigentlich eine Fächerlampe, über die der Experte Detlev Kümmel einiges zu berichten hatte. Was er so erzählte, regte Horst Lichters Fantasie an - und auch seinen Appetit.
Auf seiner Reise durch Japan kam dem Designer Ingo Maurer die Idee für die Fächerlampe. Detlev Kümmel wusste mehr: "Er hat dort Fischer beobachtet. Während ihrer Pause haben die aus Reispapier Fächer hergestellt."
Lichters Augen begannen bei dem Wort "Reispapier" direkt zu leuchten. Der Moderator konnte nur noch an eins denken ...
"Das heißt, die könnte man rein theoretisch noch essen?" Lichters Frage kam für den Experten überraschend. "Das ist natürlich totaler Blödsinn", grinste der Moderator seine Essensfantasien wieder weg.
Zum Glück knabberte Lichter nicht direkt drauflos, denn der Papierfächer war 800 bis 1.000 Euro wert! Der Verkäufer Roger Rohde lachte: "Und du wolltest es essen!" Jetzt konnte er das 70er-Jahre-Design aus dem Hause seiner Schwiegereltern gewinnbringend verkaufen.
"Ich hab die in groß", fiel Fabian Kahl (r.) beim Anblick der Lampe direkt ein. In einer früheren "Bares für Rares"-Sendung zahlte er für ein ähnliches Modell 1.200 Euro. Seitdem steht es bei ihm zu Hause rum.
Deshalb ließ er Jan Cizek den Vortritt, der 500 Euro bot. "Solltest du einen Kunden finden für diese Lampe, sag ihm: Es gibt noch ne große", versuchte Fabian Kahl seinen Ladenhüter auf diesem Weg loszuwerden.
Sehr viel mehr konnte sich der Händler für eine beschädigte Erinnerungstasse mit Scherenschnittbildern von Meissen aus den 1780er-Jahren begeistern, die ihm 280 Euro wert war.
350 Euro zahlte er sogar für 19 Sport-Medaillen aus den Jahren 1913 bis 1921 von Ringer und Gewichtheber Frank Ocean. Eine davon war eine Teilnehmermedaille der Olympischen Spiele 1920.
Zwei zeitlose Armbänder mit Ohrringen aus den 1920er- und 30er-Jahren gingen für 1.800 Euro über den Händlertisch.
Ebenso die sechs Butterstreicher aus Silber mit Perlmutt-Griffen aus dem Jahr 1914: Das Schnäppchen vom Flohmarkt brachte 150 Euro und damit einen tollen Gewinn für die Verkäufer ein.