Bares für Rares: Luckis weiß-blaue Erinnerungen - "Eine Pracht war das!"

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Ein Kleidungsstück, wie es auch Königin Silvia von Schweden schon trug, sorgte bei "Bares für Rares" für Aufsehen - und ließ einen Händler in Erinnerungen schwelgen.

Mariola Bachmann (links, neben ihr ihre Freundin Hanne Seidel) hatte das Dirndl 1972 selbst getragen, als sie während der Olympischen Spiele - wie auch die spätere Königin Sivlia von Schweden - eine von 1.600 Hostessen war. Gute 46 Jahre später bot sie nun das Kleid im Spezial-Design bei der ZDF-Trödelshow an. "Es soll ein zweites Leben haben."
In ihrer Familie kann Mariola Bachmann ihr gut erhaltenes Erinnerungsstück an den Sommer 1972 nicht zum Auftragen weiterreichen. Sie hat zwar acht Enkel, es sind aber alles Jungs!
Viel konnte man als Experte zu den Erinnerungen der Trägerin selbst nicht mehr beisteuern, aber Sven Deutschmanek (links) hatte trotzdem noch den ein oder anderen Fakt auf Lager: zum Beispiel den Namen des bekannten Herstellers, Trachtenmoden Heller in Stuttgart.
Zudem lenkte er die Aufmerksamkeit auf den Strahlenkranz, der sich auch auf Gedenkmünzen und anderen Olympia-Souvenirs von 1972 findet. Otl Aicher hat das Emblem entworfen. Auf der Schürze des Dirndls sorgt es für einen spannenden Kontrast zu dem traditionellen Design.
150 bis 200 Euro, schätzte Sven Deutschmanek (links), sollte das Olympia-Dirndl den Händlern wert sein. "Vale", fand Mariola Bachmann ("gut"), und nahm die Händlerkarte an.
Als Mariola Bachmann (links) und ihre Freundin Hanne Seidel vor der Händlerrunde das Dirndl vorstellten, rief der Anblick der weiß-blauen Tracht vor allem bei einem Händler Erinnerungen wach: Lucki Hofmaier!
Ludwig "Lucki" Hofmaier (rechts) begann zu schwärmen: "Ich kann mich noch genau erinnern, wie die Damen eingelaufen sind und sich verteilt haben im ganzen Stadion!" Würde ihm die Erinnerung an diese "Pracht" ein hohes Gebot wert sein?
"Lucki" bot zwar mit, aber am Ende holte Walter Lehnertz Olympia 1972 in die Eifel. "Soll mal einer sagen, die Eifel hätte keine Kultur", meinte er. Er kenne nämlich einen Olympia-Sammler, "vielleicht ist das ja was für den". 150 Euro bezahlte er für das Dirndl. Noble Geste: Mariola Bachmann will die Hälfte für einen guten Zweck spenden.