Bei diesem Objekt setzt der Verstand eines BfR-Händlers aus

"Ich zahl' jeden Preis!": Ein "Bares für Rares"-Händler kannte bei einem antiken Sammlerobjekt kein Halten mehr.

Horst Lichter überlegte: "Gott im Himmel, was ist das denn?" Der fragende Blick des "Bares für Rares"-Moderators hellte sich jedoch schnell auf, als er erkannte, was da auf dem Tresen lag.
Hans-Jürgen Boeling aus Norderstedt klärte auf: "Eine Äquatorial-Sonnenuhr aus dem 18. Jahrhundert." Horst Lichter wurde ganz aufgeregt: "Wie kommt man denn an so ein Gerät?"
Denn in der Box befanden sich gleich zwei Sonnenuhren für unterwegs. Die eine hatte einen integrierten Kompass, die andere war für den Schnellgebrauch gedacht. Andreas Vogler aus Augsburg war der Hersteller, wie die Expertin Friederike Werner entdeckte: "Der war ab 1766 ein Meister für solche Geräte und für Kompasse."
Sie fuhr fort: "Die Uhren von Andreas Vogler sind berühmt und begehrt. Es gibt über 100 Stück in berühmten Museen." Schätzwert: 1.000 bis 1.500 Euro, den wohl überwiegend Sammler zahlen würden.
Daniel Meyer (rechts) schien einer davon zu sein. "Wunderschön und selten", lautete seine nach außen hin verhaltene Einschätzung. Alles Tarnung, denn dieses Objekt wollte er um jeden Preis haben.
So ging es auch Fabian Kahl (links), der sich mit Meyer in Hunderterschritten ein Duell um die Sonnenuhr lieferte. "Ich würde Ihnen auch 1.000 Euro geben", überschritt er die magische Grenze. Jetzt schaltete auch bei Meyer die Vernunft aus und er bot weiter mit: "Dann geht's jetzt halt nicht mehr um Geld."
Kahl (zweiter von rechts) ließ sich nicht abschütteln: "Ich geh noch auf 1.200, weil die wirklich schön ist." Meyer (zweiter von links) blieb dran: "1.300. Ich zahl' jetzt jeden Preis! Mir egal."
Fabian Kahl erkannte, dass er hier gegen einen Liebhaber bot und überließ seinem Kollegen den Schatz: "Da ich dir das glaube, steig' ich aus." Daniel Meyer (rechts) war froh, dass der Kauf nicht noch teurer wurde.
Außerdem kauften die Händler für 790 Euro ein goldenes Grandel-Collier mit Tierzähnen etwa aus der Zeit zwischen 1902 und 1922.
Eine handgefertigte Silberschale etwa aus dem Jahr 1910 war ihnen 700 Euro wert.
Für einen alten Gehstock mit Silbergriff aus dem Jahr 1918 gab's 100 Euro.
Und für 370 Euro wechselte eine goldene Brosche mit Quarzstein aus den 1960er Jahren den Besitzer.