"Bares für Rares"-Sensation: Vierstellige Summe für zwei Kacheln

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Was so unscheinbar aussah, wurde zur wahren Goldgrube: Zwei bemalte Kacheln aus Porzellan erzielten bei "Bares für Rares" eine unfassbare Summe, mit der selbst Horst Lichter nicht gerechnet hätte. Was die Händler dafür auf den Tisch blätterten, zeigt die Galerie? © teleschau - der mediendienst GmbH

"Ich sehe, Albert ist schon am Zerlegen", gesellte sich Horst Lichter zu Ursula und Carl (rechts) an den Expertentisch. Die hatten zwei kleine Kunstwerke dabei, ohne zu wissen, welche Schätze sie da besaßen.
Das eine Bild hieß "Heiratsantrag auf Helgoland", das andere "Der Schneider in einem Dorf". "Das ist wirklich ganz, ganz köstlich, diese Szene", amüsierte sich Experte Albert Maier über die Darstellung.
Die Bilder wurden 1837 und 1838 auf einer Kunstaustellung präsentiert. Noch besser: Das Porzellan stammte von der renommierten Marke KPM Berlin. Horst sah schon die Dollarzeichen vor Augen.
"Die sind handbemalt in kräftigen Farben, das ist schon was Besonderes", bestätigte Albert noch mal. "Es ist etwas schade, dass die Rahmen so desolat sind", musste er jedoch einräumen.
"Aber es geht um diese beiden KPM-Bildplatten, und die sind gut!", brachte der Experte die Stimmung wieder nach oben. "Ich bin begeistert", freute sich Horst auf eine möglichst hohe Summe.
Der Wunschpreis des Ehepaars lag bei 500 Euro. "Das können wir nicht durchgehen lassen", waren sich Albert und Horst einig.
"Sieben- bis achthundert sollten die schon bringen", fand Albert. "Ich hoffe, dass die Händler darauf steil gehen", schickte Horst die beiden eine Etage weiter. "Das ist wirklich was ganz, ganz Tolles." Und er sollte Recht behalten ...
"Das sind Porzellanbilder, bemalt, sehr, sehr früh", erkannte Kunstexperte Wolfgang Pauritsch (links) ehrfurchtsvoll. "Zwei schöne Biedermeier-Bilder habt ihr mitgebracht!"
Walter Lehnertz inspizierte die Kunstwerke ganz genau und eröffnete mit "200 pro Bild".
"Die Pinselführung ist hervorragend", gab Wolfgang noch nicht auf. "Ich bin begeistert. 1.000 Euro würde ich Ihnen gerne anbieten." Doch seine Kollegen boten ebenfalls fröhlich mit ...
"Ich hab sogar Kundschaft, die auf Helgoland lebt", zückte Wolfgang seinen letzten Trumpf. Ein unschlagbares Argument, das ihn 1.550 Euro kostete. "Wenn ich so etwas sehe, geht mein Herz auf", begründete er seinen teuren Kauf.
Die anderen Händler griffen ebenfalls tief in die Tasche für schöne Raritäten: 150 Euro zahlten sie für ein Mini Scooter Dreirad im schlechten Zustand.
2.250 Euro gab's für ein Goldarmband in Gürteloptik mit Diamanten.
Für 650 Euro wurden verschiedene Modelleisenbahnen gekauft.
360 Euro war ihnen ein Biedermeier-Collier von 1840 wert.
Und 650 Euro investierten sie in den Hochzeitsbecher "Kunigunde" aus Silber von ca. 1890.
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