"Bares für Rares": Spielzeug-Schrott erzielt Traum-Summe

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Sowas kann's auch nur bei "Bares für Rares" geben: Was die meisten Menschen eigentlich längst wegwerfen würden, wird bei Horst Lichter teuer verkauft. Aktuelles Beispiel: Ein altes Kindergrammophon, das abgeliebt und kaputt war. Doch den Händlern gefiel das Blech-Häuflein richtig gut. Wie viel Bares sie dafür zahlten, zeigt die Bildergalerie ...

"Klingt bisschen wie ne kranke Hupe", stellte Trödel-Experte Detlev Kümmel fest. "Schneidest du die Platte in kleine Scheiben?", meinte Horst Lichter den Grund für die jämmerlichen Töne zu kennen, die der Plattenspieler von sich gab.
Denn es brauchte keinen Experten, um festzustellen: Das Ding war definitiv kaputt! "Ich nehme an, wir haben ein Kinderspielzeug vor uns, was vielleicht sogar mal Musik gemacht hat", versuchte der Moderator das Häuflein Schrott aufzuwerten.
Daniela Gellert aus Hakenstedt berichtete, es wäre ein Zufallsfund vom Speicher des geerbten Hauses ihres Schwagers gewesen. Nur, warum funktionierte das "Kiddyphone" nicht mehr? Für Detlev stand fest: "Weil Kinder es kaputtgeliebt haben."
Allerdings konnte man den Defekt mit ein paar Handgriffen beheben. Und dann war das kleine Grammophon eine große Sensation! Denn es stammte von der renommierten Firma Bing aus Nürnberg und wurde für den internationalen Markt zwischen 1924 und 1932 hergestellt.
"Das is ja mächtig alt!", freute sich Horst Lichter über die unerwartete Antiquität. Danielas Wunschpreis lag bei etwa 30 Euro. Viel zu wenig für das Blechspielzeug, dessen Wert bisher noch im Verborgenen lag!
Detlev ließ die Bombe platzen: "In einem sehr guten Zustand würden wir hier von 300 bis 350 Euro reden. Aber in diesem Zustand wäre ich so bei ungefähr 150 Euro." Horst war außer sich: "Nein! Mensch! Damit hab ich jetzt nicht gerechnet. Jetzt bin ich platt."
Allerdings mussten die Händler erst noch von der Rarität überzeugt werden. Denn die unfassbar schrägen Töne, die der kaputte Plattenspieler von sich gab, verlangten eher nach Schmerzensgeld für "blutende" Ohren.
Zum Glück hatte Ludwig Hofmaier ein großes Herz für alte Spielsachen: "An Hunderter" bot er als Stargebot an und übertrumpfte damit direkt fast alle seine Kollegen - außer Walter Lehnertz.
"Ich mach noch 120", bot nun auch Waldi mit und wollte sich das defekte Gerät wieder funktionsfähig basteln.
Jetzt wurde auch Esther Ollick hellhörig und schien den Wert des Spielzeugs zu erahnen: "Süß isses ja schon! Ich hau noch nen Zehner drauf!"
Bis 190 Euro gingen die Gebote weiter, erst dann durfte Lucki sein Grammophon endlich mit nach Hause nehmen. Verkäuferin Daniela freute sich riesig über die Traum-Summe: "Ich bin perplex!"