"Bares für Rares": Tag der Enttäuschungen

Kommentare197

Tag der Enttäuschungen bei "Bares für Rares". Für gleich zwei Antiquitätenbesitzer zerschlugen sich Hoffnungen auf einen guten Erlös. Auch weil eine formschöne Statuette ganz wörtlich den Bogen raus hatte ...

Auf kurz vor 1900 datierte Experte Albert Maier den formschönen Guss nach einer Plastik des Bildhauers Joseph Uphues - doch sie hatte leider einen gravierenden Makel.
"Für mich ist das einschneidend tragisch", sagte Albert Maier über das herausgebrochene "Bogen-Seil". Die verwendete Zink-Kupfer-Legierung lasse sich nachträglich nicht ermitteln: "Für mich ist das irreparabel."
"Vielleicht macht man dat Ding raus und macht nen Speer rein", kalauerte Horst Lichter über die Beschädigung. Der Wertfindung hat es nicht entscheidend geholfen ...
Trotz des eklatanten Wertverlusts ließ sich Wolfgang Steinhauer die Händlerkarte geben. Er stieß in der Runde durchaus auf Interesse.
Vor allem Kunsthändler Julian Schmitz-Avila nahm das Objekt genau unter die Lupe. Er war sich sicher: "Ich hab da nen gescheiten Meister, der kann da ein bisschen was biegen und was Neues dranbauen."
Ludwig Hofmaier attestierte dem Bronzeguss im bairischen Idiom einen "schenen erodischen Touch". Den Deal machte aber ein anderer.
Julian Schmitz-Avila (rechts) bot 400 Euro - also exakt den zuvor ermittelten Schätzpreis. Wolfgang Steinhauer war zufrieden: "Die Statue stand bei mir eh in der Ecke."
Auch um diese Brosche ging es am Montag bei "Bares für Rares". Auch hier war eine Enttäuschung im Spiel.
Ingeburg Franke (rechts) hatte sich 900 Euro für ihre rund 100 Jahre Stabbrosche vorgestellt. Doch das Erbstück erwies sich als weit weniger kostbar: Der Rubin sei synthetisch, erklärte Goldschmiedin Wendela Horz und errechnete nur 250 Euro.