"Bares für Rares": Tränen bei Händler wegen Emaille-Schild

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Manchmal macht es sich bezahlt, altes Blech vor der Entsorgung zu retten: Ein Emaille-Schild aus den 40er-Jahren ließ in Horst Lichters Raritäten-Paradies "Bares für Rares" die Silberlinge klingeln. Was die Werbetafel wert war und warum sie die Händler sogar zu Tränen rührte, zeigt die Galerie ... © teleschau - der mediendienst GmbH

Wieder einmal war Blech der Star bei "Bares für Rares": Ein Emaille-Schild schaffte es vom Schrotthaufen in Horst Lichters Trödel-Show und machte nicht nur den Verkäufer etwas reicher, sondern auch einen der Händler unglaublich glücklich ...
"Ich habe das vor langer Zeit einmal gerettet vor der Zerstörung", berichtete Ulrich über die Herkunft der Werbetafel. Eine gute Tat, die sich jetzt bezahlt machen sollte.
"Es sieht von Weitem sehr, sehr gut aus", meinte Horst Lichters geschultes Raritäten-Auge zu erkennen. "Auch von Nahem sieht es sehr gut aus", bestätigte Sven Deutschmanek, der es als Experte nun wirklich wissen musste.
"Damals nannte man das auch die Blechpest", holte Sven für seinen Vortrag über die in den 20er-Jahren sehr beliebten Emaille-Werbeschilder aus. Sie dienten als Plakate, die witterungsbeständig waren. Dieses Modell stammte vermutlich aus den 40er-Jahren.
"Ich finde es sehr, sehr schön. Allein von den Farben her ist es unglaublich dekorativ", wertete Horst das Objekt auf. "Auch die Größe ist ungewöhnlich", fügte Sven hinzu. Das Schild befand sich in einem guten Zustand und hatte nur in der Ecke eine kleine Beschädigung.
"Farben sind schön, Zustand ist schön, groß isses", fasste der Moderator noch mal zusammen. "800 bis 1.200 Euro", lautete der sensationelle Schätzpreis von Sven. "Du hast es gerettet vorm Schrott", freute sich Horst mit Ulrich über die tolle Einschätzung.
Allerdings war die Firma Schoeller Wolle bei Sammlern nicht unbedingt gesucht. Doch heute war Ulrichs Glückstag, denn unter den Händlern saß einer mit ganz persönlichem Bezug zum Woll-Hersteller ...
"Wisst ihr, wo die herkommt?", freute sich Daniel Meyer (rechts). "Aus Eitorf kommt die! Da habe ich mal gewohnt." Doch nicht nur das ...
"Ich habe da gearbeitet als Schüler. Ich habe da Wolle gestapelt", kamen in Daniel die Erinnerungen hoch. "Wenn ich fertig war, konnte ich mich immer in die Wolle legen und ein kleines Schläfchen machen."
"Daniel, mir kommen die Tränen", war sogar Lisa Nüdling gerührt von der herzigen Geschichte. Ganz klar, das Schild musste ihr Händlerkollege bekommen - die Frage war nur, für wie viel ...
"Weil du den Bezug dazu hast, sehe ich gar nicht ein, dass ich mit dir rumhandeln soll", zeigte sich der Verkäufer großzügig und nahm Daniels Gebot von 800 Euro an. "Das freut mich sehr", war der überglücklich über seinen Nostalgie-Kauf.
Doch auch andere Raritäten machten die Händler froh: Eine Tabakdose von 1858 aus Nussbaum von Christian VIII., König von Dänemark, kauften sie für 470 Euro.
Zwei Designerstühle für Kinder aus den 60er Jahren waren ihnen 220 Euro wert.
Das Porzellanbesteck aus der "Maria Weiss"-Serie von Rosenthal ging für 200 Euro über den Händlertisch ...
... und für ein Kragencollier aus 750er-Gold zahlten sie bereitwillig 2.220 Euro.
Horst Lichter, der TV-Koch und Oldtimerfan mit dem markanten Schnauzer, führt seit 2013 durch die Trödelshow "Bares für Rares". Es ist derzeit die erfolgreichste Nachmittagssendung des ZDF. Und preisgekrönt ist sie seit Neustem auch.
"Mir fehlen tatsächlich ein bisschen die Worte": Horst Lichter nahm stellvertretend für das "Bares für Rares"-Team die Goldene Kamera entgegen.
Den Freudentränen nah: Horst Lichter bei der Verleihung der Goldenen Kamera 2018 in Hamburg.
Zum Erfolgskonzept der Reihe gehören auch sie, die Experten, die eingangs den Wert der (vermeintlichen) Kunstwerke und Antiquitäten schätzen. Von links: Sven Deutschmanek, Dr. Heide Rezepa-Zabel, Horst Lichter und Albert Maier.
Und das sind fünf der wiederkehrenden Kunst- und Antiquitätenhändler, die der Sendung das gewisse Etwas geben, von links: Wolfgang Pauritsch, Susanne Steiger, Fabian Kahl, Ludwig Hofmaier und Walter Lehnertz. Der (körperlich) Kleinste der Runde ist ein ganz besonderes Original ...
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