"Bares für Rares": Verkäufer von seinen Gefühlen übermannt

Nicht nur die Händler waren gerührt: Ein geplanter Antiquitätenverkauf wurde bei "Bares für Rares" zur emotionalen Achterbahnfahrt.

Als der "Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter den alten Automaten entdeckte, hatte er nur einen Gedanken: "Warum will man so was weggeben? Das würd' ich doch behalten!" Eine gute Frage, die in der Dienstagsausgabe seiner Show für eine emotionale Achterbahnfahrt sorgte ...
Lichter fand den Fingerschlagautomaten von Treff aus den 50er-Jahren ganz grandios: "Das würd ich ja jetzt schon haben wollen!"
Die Spielleidenschaft packte auch den Experten Sven Deutschmanek. Der konnte seine Finger kaum vom Geschicklichkeitsspiel lassen und warf eine Münze nach der anderen ein.
"Ich hab 1991 eine Spielhalle eröffnet, und da hab ich das Ding zur Eröffnung bekommen", erzählte Hans-Gunter Walter aus Güstrow. Inzwischen war er Rentner und hatte in der Wohnung keinen Platz.
Horst Lichter wollte das Spielzeug kaum aus den Augen lassen: "Ich find das Ding sensationell!" Die Preisvorstellung von Herrn Walter: "600 bis 700 wollte ich schon haben." Das deckte sich mit dem Schätzpreis von Sven Deutschmanek.
Doch was würden die Händler zahlen? Der Spieltrieb war schnell geweckt, doch irgendwie saß das Geld nicht so locker wie erhofft. Mehr als 400 Euro wollte niemand zahlen.
Susanne Steiger war ebenfalls ganz gerührt und redete ihm den Verkauf aus: "Emotionen kann man nicht bezahlen." Thorsden Schlößner hatte eine Idee: "Das können Sie doch an die Wand hängen und sich immer wieder dran erfreuen."
Herr Walter schniefte: "Der hat mich mein ganzes Berufsleben begleitet." Für die Händler stand fest: "Das können Sie nicht verkaufen!" Erleichtert verließ der Verkäufer den Raum. "Schön, dass Sie ihn wieder mitnehmen", fand Schmitz-Avila. "Das war wirklich rührend!"
Die Trennung von ihrem Erbstück fiel einer jungen Dame hingegen gar nicht schwer. Denn die 320 Euro waren ihr lieber als der Ring mit Lapislazuli aus den 70er-Jahren.
Den doppelten Schätzpreis von 600 Euro gab es für eine riesige Gliederpuppe aus den 90er-Jahren.
300 Euro brachte eine Brosche in Veilchen-Form mit Amethyst aus den 60er-Jahren ein.
Und 2.200 Euro erzielten zwei Ölgemälde von Otto Heinrich aus den 50er-Jahren, die das verregnete Berlin zeigten.