"Ich finde den Hammer!" Kultige Premiere bei "Bares für Rares"

Monica Bellucci und Ferrari - die Italiener sind bekannt für ästhetische Exportschlager. Am Donnerstag verzauberte eine südländische Schönheit Horst Lichter und die Händler. Ein Hauch von Dolce Vita also bei "Bares für Rares" ...

Eine rassige Schönheit aus Bella Italia verdrehte in der Donnerstagsfolge von "Bares für Rares" allen den Kopf. Von Horst Lichter über den Experten bis zu den Händlern war es Liebe auf den ersten Blick. "Baby Gaggia" hieß das Kultobjekt der Begierde. Die Bildergalerie verrät, warum die Espressomaschine aus den 70er-Jahren alles andere als kalter Kaffee war.
"Ich sehe es als Kultobjekt an, ich hoffe der Experte auch", sagte Andrea Halberstadt aus Bergisch Gladbach über ihre knallfarbige Espressomaschine im Retro-Look. "Ich habe was gesehen von Weitem" - mit diesen Worten erklärte Horst Lichter, warum er drei Kaffeetassen mitbrachte.
"Ich finde den Hammer", schwärmte Horst Lichter. "Sehr stylish!" Sven Deutschmanek erkannte am Firmenlogo, dass die Wurzeln der Maschine in Mailand lagen. 1938 erfand Giovanni Gaggia ein Kolbendruck-Pumpsystem, mit dem er "die erste vernünftige Crema herstellte", so Deutschmanek.
"Das ist eine sogenannte Baby-Gaggia, die kam 1977 auf den Markt", erklärte der Experte. "Schon eine Wissenschaft für sich", bemerkte Horst Lichter, als Sven Deutschmanek den Umgang mit der Maschine demonstrierte. "Ich lasse jetzt keine eigenen Emotionen da reinfließen, aber sie ist einfach sensationell", so Deutschmanek.
200 Euro wollte Andrea Halberstadt für ihr orangefarbenes Kultobjekt. 300 Euro empfahl Sven Deutschmanek. "Dann fehlt nur noch eins - das Händlerkärtchen", sagte Lichter. "Und die Bohnen", ergänzte Deutschmanek. Die Händler verliebten sich ebenso schnell in die rassige Italienerin wie zuvor der Moderator und der Experte.
"Wie kann man sich denn von so was trennen?", schüttelte Dr. Elisabeth Nüdling (zweite von links) den Kopf. Die 58-jährige Immobilienmaklerin erklärte, ihre neue Küche sei zu klein. Große Augen bekam stattdessen Julian Schmitz-Avila (Mitte): "Toll." Kollegin Lisa Nüdling seufzte: "Hach, schön!"
"Sie ist einer großen Maschine nachempfunden und hat auch dieses typische Abschlagholz - in ziemlich gutem Zustand", zitierte Andrea Halberstadt das vorige Expertengespräch. Man merkte gleich: Verkaufen war das Metier der Maklerin.
"Ich fange mal mit 80 Euro an, weil sie so schön rot ist", erklärte Walter Lehnertz, offenbar farbenblind vor Liebe. "Orange", korrigierte Fabian Kahl (Mitte). Egal, Hauptsache schön. Alle boten mit. Bald reduzierte sich der Wettstreit allerdings auf das klassische Duell zwischen Walter Lehnertz und Julian Schmitz-Avila.
Walter Lehnertz erklärte, 300 Euro seien seine Schmerzgrenze, bewies aber gleich darauf das Gegenteil und folgte Julian Schmitz-Avila auf 350 Euro. "Ich weiß, dass du gerne Kaffee trinkst", sagte Avila. "Du kriegst davon aber keinen", giftete Lehnertz. Wenn es ums Bieten geht, hat die Höflichkeit offenbar Pause.
380 Euro lautete das letzte Gebot von Julian Schmitz-Avila. Happy End für die Verkäuferin, die 80 Euro mehr als die Expertise erzielte. Und ein glückliches Ende für die beiden Streithähne: "Dann komme ich bei ihm einen Kaffee trinken", schlug Lehnertz vor. "Du kriegst bei mir immer einen Kaffee umsonst", versprach Schmitz-Avila.