Flohmarkt-Fund bringt das 220-fache ein: Bronze-Büste übertrifft alle Erwartungen

Durch ein Fundstück oder ein Flohmarkt-Schnäppchen ein bisschen reicher werden: Dieser Traum erfüllte sich in der Freitagsausgabe von "Bares für Rares" wieder einmal.

Horst Lichter erspähte die Bronze-Büste im handlichen Format sofort: "Aha, schnuckelig und klein." Noch mehr Gefallen fand jedoch eine "Bares für Rares"-Händlerin daran, die tief in die Tasche griff. Wie tief, verrät die Galerie. Ebenso, wer die neue Expertin an Horst Lichters Seite ist.
Bianca Berding, die neue Expertin der Trödelshow, nahm die Figur von Emmanuel Villanis aus den 1920er bis 40er Jahren genau unter die Lupe: "Ihr Blick schweift in die Ferne, ihr Haar ist nach hinten wallend geöffnet, ein klassisches Beispiel im Jugendstil."
Leider war kein Gießerstempel zu finden. Für Kerstin Thelen und ihren Vater Horst Miehlke nicht so dramatisch, denn sie erhofften sich vom Verkauf einfach nur genügend Geld für ein Familienessen.
Vor allem hatte der Verkäufer selbst kaum Geld investiert: "Ich habe die vor ungefähr zehn Jahren auf einem Trödelmarkt bei uns im Kreis Aachen erworben." Horst Lichter hakte nach: "Was haste dafür bezahlt?" - Die Antwort: "Zwei Euro."
"Du wirst auf jeden Fall Gewinn machen, da bin ich mir sicher", gratulierte der Moderator zur guten Spürnase. Die Schätzung der neuen Expertin Bianca Berding lag bei 100 bis 150 Euro.
Noch ein Glücksfall: Im Händlerraum befand sich doch tatsächlich eine Sammlerin. "Hab' ich eine Affinität zu", glänzten die Augen von Elke Velten, als sie den Namen des Künstlers hörte. "300 Euro" haute sie glatt als Startgebot raus. Und andere Händler zogen mit.
Ihren Konkurrenten Jan Cizek schüttelte sie am Ende bei sagenhaften 450 Euro ab. Der Kauf machte die Händlerin überglücklich: "Wir sammeln den jetzt tatsächlich."
Nicht glücklich, aber mit 900 Euro zufrieden ging der Verkäufer eines Bewegungsautomaten aus den 1910er oder 20er Jahren nach Hause.
Für eine massive und schwere Waage aus einem Krämerladen der Zeit von 1875 bis 1895 gab es 130 Euro.
Eine edle Glasschale mit silbernem Fuß von Koch & Bergfeld aus den 1880er Jahren traf mit 200 Euro genau den Schätzwert.
Und für einen militärischen Marschkompass aus Messing mit Lederetui aus dem Jahr 1915 zahlten die Händler mit 300 Euro sogar das Dreifache der Expertise.