"Das ist ein Hingucker!": Rindvieh-Alarm bei "Bares für Rares"

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Auch nach vielen Jahren als Moderator von "Bares für Rares" entdeckt Horst Lichter immer wieder Kuriositäten, die er noch nie zuvor gesehen hat. Eine davon war ein Stuhl mit monströsen Hörnern. Doch was war das, und wo kam das her? Das zeigt die Bildergalerie.

"Mein lieber Scholli, wo hast du den aufgetrieben?", konnte Horst Lichter kaum fassen, was er da stehen sah. Bei "Bares für Rares" kamen doch immer wieder ungewöhnliche Unikate zum Vorschein - wie dieser exotische Stuhl ...
"Das ist wirklich ein Kuriosum", beäugte der Moderator das eigensinnige Ding, das ein bisschen nach USA und Western aussah.
"Warst du in Amerika?", fragte Horst Lichter nach der Herkunft des Stuhls mit den überdimensionalen Hörnern. Philippe Friedrich (Mitte) klärte auf: "Das ist ein Erbstück gewesen. Von meiner Großtante."
Der Experte fand ebenfalls: "Das ist ein sehr interessanter Stuhl. Von einem besonderen Rind stammen die Hörner, nämlich vom Texas Longhorn." In den USA ist sowas seit den 1880er-Jahren beliebt. "Das ist eine riesige Mode, die kaum zum Ende kommt."
Dieser Sessel war zwar aus den 30er-Jahren, aber "solche Exotika sind immer gefragt", wusste Schulte-Goltz. "Ich bin hier bei einem Preis von 1.200 bis 1.500 Euro."
Walter Lehnertz (links) war einer der Interessenten: "Das ist aber schon ein spezielles Teil." Ludwig Hofmaier wollte erst mal testen: "Da muss ich gleich mal eine Sitzprobe machen. Ohhh, sitzen tut man gut!"
Die Begeisterung stieg noch mehr: "Wenn du jetzt berechnest, was die Hörner kosten, das Leder, Handarbeit, des is' ein Hingucker!" Haben wollte er den Westernsessel trotzdem nicht.
Wolfgang Pauritsch (links) war hin- und hergerissen: "Er gefällt mir wirklich gut, und ich weiß auch, dass es dafür Liebhaber gibt. Aber ich hab mit Möbeln eigentlich nichts am Hut."
Wenigstens ließ sich 80-Euro-Waldi ein wenig Geld aus der Tasche ziehen und bekam das gute Stück für 600 Euro: "Das sind immerhin zwei fast komplette Kühe." Trotzdem freute sich Herr Friedrich über das Geld: "Ich hoffe, dass der Stuhl einen Ehrenplatz bei ihm in der Eifel bekommt."
Auf einen Ehrenplatz bei den Händlern dürfen auch andere Raritäten hoffen: Ein Collier aus Gold und Amethyst von Anfang des 20. Jahrhunderts fand für 570 Euro ein neues Zuhause.
Eine Tutima Edelstahl-Militäruhr wechselte für 1.500 Euro zu den Händlern.
Und eine Bronzefigur von Hermes aus dem Jahr 1890 nach einem Entwurf des Bildhauers Jean-Baptiste Pigalle erzielte 1.500 Euro.