"Das is' ja nix für gute Laune": Dieses Ölbild verdarb Horst Lichter den "Bares für Rares"-Tag

Horst Lichter sieht schwarz: Ein "depressionistisches" Gemälde verhagelte dem "Bares für Rares"-Moderator die Laune.

Der Moderator fand aber auch so gar nichts Schönes am düsteren Ölgemälde: "Weißte, wie man das nennt? Depressionismus. Wenn du das siehst, wirste depressiv. Wenn du das im Schlafzimmer hängen hast, wirste morgens wach, legst dich wieder hin."
Außerdem missfiel ihm der viele Rauch: "Mein Gott, das ist ja Luftverpestung hoch fünf. Du willst es nicht haben, ne?" Der Elektriker aus Nettersheim André Heß war ganz seiner Meinung: "Nä, gefällt mir überhaupt nicht. Ich bin froh, wenn's weg is."
Beide waren überrascht, was die Expertin Friederike Werner zum Gemälde von Hans Hartmann sagte: "Ich bin ganz begeistert von dem Bild! Ich find das gar nicht depressiv, sondern sehr spannend. Eine wunderschöne Szenerie im Mondlicht."
Sie fand es sogar "romantisch", was Horst Lichter nun gar nicht nachvollziehen konnte. "Das is romantisch?!" Werner blieb dabei: "Ein nächtlicher Spaziergang durch diesen Hafen ist vielleicht ein bisschen gruselig, aber auch spannend."
Doch der Moderator blieb Realist: "Ja, vor allem musst du dich danach duschen gehen mit dem ganzen Ruß im Gesicht. Aber so, wie du das erzählst, gefällt mir auf einmal das Bild besser."
Zumindest war es in hervorragendem Zustand, hatte eine Signatur und war im Jahr 1888 entstanden. Sogar der Schätzwert von 1.500 Euro war unerwartet hoch. Jetzt mussten nur noch die Händler von der Romantik überzeugt werden.
Die waren tatsächlich angetan und erkannten die schönen Seiten des Ölgemäldes schneller als der abgetörnte Moderator. "Eine Mondstimmung. Schön gemacht", fand Fabian Kahl (rechts) Gefallen an der düsteren Szene.
Walter Lehnertz dachte ebenfalls über einen Kauf nach: "Och, das sieht aber nicht schlecht aus!" Susanne Steiger fuhr dafür voll auf die abendlichen Lichter und die Spiegelung im Wasser ab.
Bei so viel Gefallen beschloss Fabian Kahl: "Dann kaufen wir's ihnen ab." Diesem Beschluss ließ er 900 Euro folgen: "Ich find das so geil gemalt."
Auch ein Bowle-Gefäß aus Majolika aus dem Jahr 1880 konnte die Händler überzeugen. Dabei sprangen 510 Euro heraus.
650 Euro gab es sogar für einen Chronographen aus den 50er-Jahren.
Leider nur 330 Euro wurden hingegen für ein Diamant-Collier von 1910 bezahlt.
Und ein rustikaler Holztisch mit geschnitzten Stühlen von Anfang des 20. Jahrhunderts erzielte ebenfalls 330 Euro.