"Kuriosität, Rarität und Antiquität": Schloss-Verkauf bei "Bares für Rares"

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Ein antikes Schloss entpuppte sich am Mittwochnachmittag als Kuriosität der Trödel-Show "Bares für Rares". Ziemlich klein, dafür richtig alt und vor allem äußerst selten war das Ding, das Horst Lichter in Verzückung versetzte. © teleschau - der mediendienst GmbH

Mehr wusste "Schloss-Herr" Olaf selbst nicht so genau, denn er wollte vom Experten wissen "wie alt es ist und wofür man es verwendet hat".
Sein Flohmarktfund warf ziemlich viele Fragen auf, die Detlev Kümmel (links) nun beantworten sollte. "Das ist ein Kombinationsschloss, oder ein Zahlenschloss, in dem Falle mit Buchstaben", erkannte der Experte bei der Inspektion.
Es kam ursprünglich aus England und wurde in Handarbeit gefertigt. "Das ist richtig gute Arbeit", fand Detlev.
"Das ist aber alt. Das ist richtig alt", gab auch Horst seinen fachmännischen Senf dazu. Das Buchstabenschloss stammte etwa aus dem Jahr 1800 und war damit eine echte Antiquität. Es kam noch besser: selten war es auch.
Die Kombination, um das Schloss zu öffnen, hatte sich Olaf nach seinem Kauf mühsam in 30 Stunden ertüftelt. Für den Zeitaufwand sollte er nun belohnt werden ...
Denn die zehn Euro, die er dafür ausgegeben hatte, waren sehr gut angelegt. Detlev schätzte die Rarität auf 250 Euro: "Solche Stücke sind so selten, hier wären viele Museen froh, wenn sie's hätten!"
"Wow!", stockte Horst der Atem. "Das ist eine echte Kuriosität, Rarität und Antiquität!" Was will man also mehr?
Ein gutes Angebot von den Händlern natürlich. Denen gefiel das kleine Buchstabenschloss auf Anhieb. "Die Dose sieht aber auch gut aus!", fand Fabian Kahl (Mitte).
Susanne Steiger knackte den Code und war hellauf begeistert: "Ich hab so ein paar alte Kisten ..." Die ließen sich mit so einem antiken Kombinationsschloss natürlich aufwerten.
Während Susi um das Schloss kämpfte, fanden ihre Kollegen immer mehr Gefallen an dem Kästchen, das eigentlich nur zur Aufbewahrung des kleinen Schätzchens diente und nicht verkauft werden sollte.
"Die Dose ist ja noch schöner wie das Schloss", zeigte Ludwig Hofmaier (rechts) großes Interesse. Das hatte jedoch auch Walter Lehnertz (links).
Am Ende bekam Susi das Schloss, Waldi die Dose und Olaf zusammengerechnet sensationelle 300 Euro für seinen Zehn-Euro-Flohmarktfund.
Was am Mittwoch sonst noch Bares brachte: Ein Goldarmband mit Diamanten lockte den Händlern 2.200 Euro aus der Tasche.
Eine französische Cartelluhr von circa 1870 wechselte für 260 Euro den Besitzer.
Eine Reisetruhe aus England brachte 150 Euro ein.
Und eine Jabot-Nadel in Form einer Pfauenfeder blieb für 1.600 Euro bei den Händlern.
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